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Gideon - Der Glaubensheld

Samstag, 14. Juni 2014
27 Minuten

Gideon - Der Glaubensheld

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Gideon versteckt sich in einer Höhle und versucht verzweifelt, etwas von der Ernte zu retten, bevor die Midianiter wieder alles plündern. Sieben Jahre lang hat dieses Nomadenvolk Israel terrorisiert – jährlich fallen sie ein, lassen ihre Kamele die Weiden abgrasen, nehmen alles mit, was nicht niet- und nagelfest ist. Das Volk leidet extrem und schreit zu Gott um Hilfe. Und dann erscheint ein Engel ausgerechnet diesem verängstigten Mann in der Höhle und nennt ihn "streitbarer Held". Gideons Reaktion? "Ich gehöre zum kleinsten Stamm, meine Familie ist unbedeutend." Kennst du das von dir selbst? Wenn Gott eine Aufgabe gibt, fühlen wir uns oft viel zu klein.

Doch Gott gibt Gideon ein Zeichen – und dann einen radikalen Auftrag: Zerstöre den Baal-Altar deines Vaters! Gott braucht eine Basis, auf der er mit dir arbeiten kann. Du kannst nicht für Gott kämpfen, wenn du nicht hundertprozentig für ihn entschieden bist. Gideon führt die Aufgabe aus, wenn auch nachts aus Angst. Er wird zum Baal-Bekämpfer und sammelt ein Heer von 32.000 Mann.

Aber dann kommt der Schock: Gott sagt "Stopp – viel zu viele!" Erst gehen 22.000 freiwillig nach Hause. Dann sortiert Gott am Fluss nochmal aus. Am Ende bleiben 300 Mann übrig – gerade mal 0,9 Prozent des ursprünglichen Heeres. Gegen 135.000 Midianiter sollen sie kämpfen. Das bedeutet: Ein Soldat gegen 450 Feinde. Militärisch völlig absurd.

Und ihre Waffen? Keine Schwerter, keine Speere – sondern Posaunen, Tonkrüge und Fackeln. Gottes Plan ist nie menschlich. Er baut nie auf deine Kraft. Wenn Gott etwas Großes vorhat, plant er mit seiner eigenen Macht, damit er sich selbst verherrlichen kann. Als Gideon wieder zweifelt, gibt Gott ihm ein viertes Zeichen: Er lässt ihn einen Traum im feindlichen Lager belauschen, der ihm den Sieg zusagt.

Mit diesen ungewöhnlichen Waffen – Symbole für Wahrheit, klares Bekenntnis und leere Gefäße, die Gott füllen kann – stürmen sie das Lager. Der Feind flieht in Panik. Gott schenkt den Sieg. Vielleicht fühlst du dich gerade in einer unmöglichen Situation? Rechne mit Gottes Kraft, nicht mit deiner eigenen.

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