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Gemeinde - Der Leib Christi und die Fuelle Gottes auf Erden

Sonntag, 4. März 2018
40 Minuten

Gemeinde - Der Leib Christi und die Fuelle Gottes auf Erden

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Im Epheserbrief steht etwas Erstaunliches: Die Gemeinde ist der Leib Christi, in dem die ganze Fülle Gottes auf dieser Erde sichtbar werden soll. Wenn du diese Worte wirklich auf dich wirken lässt, ist das überwältigend. Wir – die Gemeinde hier und jetzt – sind die ganze Fülle Gottes auf dieser Erde.

Viele Christen gehen heute auf "Schnäppchenjagd". Sie besuchen verschiedene Gemeinden und schauen, wo das beste Angebot ist, wo am wenigsten von ihnen erwartet wird, aber das meiste Programm geboten wird. Doch Gemeinde funktioniert nicht so. Die Frage ist nicht, was die Gemeinde für dich tun kann, sondern was Gott von dir erwartet. Im ersten Kapitel des Epheserbriefs wird dreimal betont: Christus hat uns erwählt zum Lob seiner Herrlichkeit. Dreimal! Da musst du dich fragen: Was trage ich dazu bei? Ist mein Leben so, dass Gott verherrlicht wird – oder bin ich gerade der Grund, dass sein Name gelästert wird?

Paulus betet in Epheser 3 auf den Knien für die Gemeinde. Nicht für sich selbst – er sitzt im Gefängnis! Er bittet für uns, dass Gott uns Kraft gibt, gestärkt zu werden durch seinen Geist am inwendigen Menschen. Es geht um die gleiche Kraft, mit der Gott Jesus von den Toten auferweckt hat. Diese überwältigende Kraft steht dir zur Verfügung! Aber warum erleben wir sie oft nicht?

Der erste Punkt ist die Herzenshaltung. Paulus beugt seine Knie vor dem Vater. Wenn du vor lauter Selbsteingenommenheit und Stolz lebst und dann zu Gott kommst mit "Ja, lieber Gott, wenn du willst, kannst du mir helfen", dann geht dein Gebet nicht mal bis zur Decke. Gott erwartet Demut. Jesus selbst kniete in Gethsemane und betete: "Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe."

Paulus bittet, dass Christus durch den Glauben in deinem Herzen wohnt. Nicht nur sonntags im Gottesdienst, sondern immer. Gestaltest du Gott Zugang zu allen Bereichen deines Lebens? Oder schließt du ihn aus, wenn es dir nicht passt, und lädst ihn ein, wenn es dir gefällt? Gott macht solche Deals nicht. Er will dich ganz haben.

Dann spricht Paulus davon, in der Liebe eingewurzelt und gegründet zu sein. Deine Festigkeit im Glauben hängt nicht von deinem theologischen Wissen ab, sondern von deiner Kenntnis der Liebe Gottes. Wie ein Baum mit tiefen Wurzeln Kraft aus der Erde zieht, so sollst du in Gottes Liebe verwurzelt sein.

Paulus bittet, dass wir mit allen Heiligen begreifen, welches die Breite, Länge, Höhe und Tiefe Gottes ist – vier Dimensionen, die unsere menschliche Dimension sprengen. Die Breite: Gottes Einladung an alle Menschen. Die Länge: Von Anfang der Schöpfung bis zum Ende der Zeiten. Die Tiefe: Selbst die tiefsten Abgründe menschlicher Verdorbenheit erreicht Gottes Vergebung. Die Höhe: Bis in den Himmel hinauf, wo alle Gläubigen versammelt werden.

Gott möchte, dass du immer mehr erfüllt wirst mit seiner ganzen Fülle. Es ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein Wachstumsprozess. Du sollst nicht ein Baby im Glauben bleiben, das noch Windeln braucht, sondern ein erwachsener, starker Christ werden, der nicht nur selbst Hilfe braucht, sondern fähig ist, auch anderen zu helfen. Dazu will Gott dich zurüsten – aber du musst bereit sein zu lernen und Ja dazu sagen.

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