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Gemeinde - Der Leib Christi

Samstag, 17. Januar 2015
32 Minuten

Gemeinde - Der Leib Christi

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In Epheser 1,23 steht etwas Gewaltiges: Die Gemeinde ist sein Leib, Christi Leib, und er lebt in ihr mit seiner ganzen Fülle. Nicht mit einem Teil, nicht mit einem Bruchteil – mit seiner ganzen Fülle. Das bedeutet, dass alle wunderbaren Eigenschaften Gottes, alle Bilder von Gemeinde, die wir kennen, hier vereint werden. Doch oft leben wir das nicht aus, weil unsere Minderwertigkeitskomplexe und Unzulänglichkeiten uns hindern.

Gemeinde ist kein Verein, der Menschen nach Interessen sortiert. Sie ist kein Kleintierzuchtverein, wo derjenige mit dem besten Kaninchen König ist. Gemeinde ist ein lebendiger Körper mit ungeheurer Vitalität und Vielfalt – so wie Gott sie sich vorstellt. Jesus Christus musste seinen Leib brechen lassen, damit ein neuer Leib entstehen konnte: die Gemeinde. Als er beim Abendmahl das Brot brach und sagte "Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird", setzte er ein entscheidendes Zeichen.

In 1. Korinther 12 findest du die gesamten Prinzipien des Gemeindelebens: Wir sind alle eins, getauft zu einem Leib – egal welche Nationalität, welchen Charakter, welche Bildung. Der Leib zeigt uns, dass wir einander brauchen. Wenn dir ein kleiner Finger wehtut, leidet dein ganzer Körper. Genauso in der Gemeinde. Gott hat jedes Glied so eingesetzt, wie er wollte – auch dich. Du bist nicht nur stiller Beobachter, der einmal kommt und wieder abtaucht. Der Körper braucht deine Funktion, deine Gabe.

Besonders bemerkenswert: Die schwächsten Glieder sind die nötigsten. Gott hat dem geringeren Glied höhere Ehre gegeben – damit im Leib keine Spaltung sei. Wir machen es meist umgekehrt. Römer 12,3 warnt: Halte niemals mehr von dir, als sich's gebührt. Bilde dir nicht mehr ein, als du bist. Besitze nicht den falschen Platz.

Warum funktioniert das oft nicht? Weil wir zu egoistisch sind, weil sich alles um uns drehen muss. Die gleichen Prinzipien, die Ehen zerstören – Egoismus, Lieblosigkeit, Nörgeln, Meckern – zerstören auch Gemeinden. Der Leib Christi funktioniert nur, wenn alle zusammenarbeiten, jeder seinen Platz hat, jeder das macht, was Gott ihm gegeben hat. Dann wird diese Fülle da sein. Christus ist das Haupt dieses Leibes – nicht wir Menschen. Er muss das Sagen haben, sonst ist es schlecht bestellt mit uns.

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