GGPF Logo

Gemeinde - Der Berg Zion

Samstag, 27. Dezember 2014
43 Minuten

Gemeinde - Der Berg Zion

0:0042:36

Der Berg Moria – dort sollte Abraham seinen einzigen Sohn opfern, den Sohn, auf den er sein ganzes Leben gewartet hatte. "Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und opfere ihn", sagte Gott. Drei Tage wanderte Abraham zu diesem Berg, bereit, Gott das Liebste zu geben, was er hatte. Moria bedeutet "der Berg, auf dem Jahwe sichtbar ist" – und genau das ist bis heute die Aufgabe der Gemeinde: Gott sichtbar zu machen.

Dieser unscheinbare Hügel von knapp 800 Metern Höhe wurde zum Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Auf diesem Berg begegnete Gott Abraham. Hier stand später der Tempel, wo die Herrlichkeit Gottes wohnte. Die Jebusiter bauten dort eine Burg, so sicher, dass sie spotteten: "Unsere Blinden und Lahmen werden dich abwehren, David!" Doch David eroberte die Burg durch die unterirdischen Gänge der Gihon-Quelle und machte sie zur Stadt Davids – zu Zion. Nicht die Mauern waren sein Schutz, sondern der Herr selbst, wie David in Psalm 18 bekennt: "Herr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter."

Aus dieser Burg wurde Jerusalem, die "Stadt des Friedens", die Stadt des großen Königs. Jesaja prophezeite: "Ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen köstlichen Eckstein." Dieser Eckstein ist Jesus Christus. In dieser Stadt wurde der Heiland geboren. In diese Stadt zog er ein, und die Menschen riefen: "Hosianna, gelobt sei der König von Israel!"

Der Hebräerbrief macht deutlich: Du bist nicht gekommen zu einem Berg, den man anrühren kann, sondern "zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu der Gemeinde der Erstgeborenen, zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes." Das ist keine ferne Zukunft – das ist jetzt, heute. Zion ist die Gemeinde der Gegenwart, das Reich Gottes auf dieser Erde.

Was bedeutet das für dich? Glaube, Gehorsam, Vertrauen und Opferbereitschaft – das brauchte Abraham, das brauchen wir. Zion ist der Ort, wo Jesus Christus sichtbar wird, wo Menschen Errettung finden, wo das Evangelium gepredigt wird. "Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes" – nicht in einer fernen Zukunft, sondern hier und jetzt, durch dich und mich.

Teilen