Die Bibel verwendet eine der schönsten und intimsten Metaphern menschlicher Beziehungen, um das Verhältnis zwischen Jesus und seiner Gemeinde zu beschreiben: die Ehe. In Johannes 3,22-30 spricht Johannes der Täufer von sich selbst als dem Freund des Bräutigams, der sich über die Stimme des Bräutigams freut. In 2. Korinther 11,2 beschreibt Paulus die Gemeinde als eine reine Braut, die Christus zugeführt werden soll. Und in Offenbarung 19,7-9 gipfelt alles in der großen Hochzeit des Lammes. Doch was bedeutet es konkret für uns heute, Teil dieser Braut zu sein, die auf ihren Bräutigam wartet?
Wer gehört überhaupt dazu? Es geht um mehr als nur ein intellektuelles Für-wahr-Halten. Es geht um eine echte Lebenswende – Buße, Bekehrung, Wiedergeburt. Wenn du deine Sünden vor Gott bekennst und Jesus als Retter annimmst, versiegelt der Heilige Geist dich als Gottes Eigentum. Das ist der Moment der Verlobung, wie es in Epheser 1,13-14 beschrieben wird.
Aber dann beginnt die Wartezeit. Und hier wird es spannend: Was macht eine Braut in der Zeit zwischen Verlobung und Hochzeit? Im alten Israel bereitete sie sich vor, schmückte sich, erzählte stolz davon, welchen Preis der Bräutigam für sie bezahlt hatte. Und genau das ist unsere Aufgabe heute. Die "feine Leinwand" aus Offenbarung 19 – das sind die gerechten Taten der Heiligen. Nicht um gerettet zu werden, sondern weil wir bereits gerettet sind.
Wie kann es sein, dass wir manchmal so gleichgültig auf die Wiederkunft Christi reagieren? Welche Braut würde sich nicht sehnsüchtig auf ihre Hochzeit freuen? In 1. Thessalonicher 4,13-18 beschreibt Paulus, wie Jesus wiederkommen wird – nicht leise und heimlich, sondern mit Befehlsruf und Posaunenschall. Was für eine Perspektive! Was für eine Hoffnung!
Die Frage ist nicht ob, sondern wann diese Hochzeit stattfinden wird. Bist du bereit?
