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Geld regiert die Welt

Samstag, 21. Juli 2012
42 Minuten

Geld regiert die Welt

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Geld ist ein Thema, über das viele lieber schweigen – doch die Bibel tut das nicht. Von den 38 Gleichnissen, die Jesus erzählte, drehen sich 16 um Geld. Über 2.350 Verse behandeln Besitz und Finanzen. Offenbar ist Gott dieses Thema wichtig, nicht weil Geld der Mittelpunkt sein soll, sondern weil unsere Haltung dazu unser ganzes Leben beeinflusst.

Die zentrale Frage lautet: Besitzt du dein Geld – oder besitzt das Geld dich? Jesus sagt in Matthäus 6,24 unmissverständlich: "Niemand kann zwei Herren dienen. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon." Selbst reiche Menschen wie Rockefeller und Henry Ford erkannten am Ende: Geld macht nicht glücklich. Ein irisches Sprichwort bringt es auf den Punkt: "Wenn du wissen willst, wie Gott über Geld denkt, dann schau dir die Leute an, denen er es gibt."

Vielleicht denkst du: "Ich bin doch nicht reich." Aber wenn du genug zu essen hast, anständige Kleidung, ein Dach über dem Kopf und ein Transportmittel – dann gehörst du zu den reichsten 15 Prozent der Weltbevölkerung. Während wir uns Sorgen um mehr machen, hungern 925 Millionen Menschen weltweit. Täglich sterben 6.027 Kinder an Unterernährung.

Das Alte Testament gibt eine klare Richtlinie: Der Zehnte – zehn Prozent des gesamten Einkommens – gehört dem Herrn (3. Mose 27,30). In Maleachi 3,10 fordert Gott sogar heraus: "Prüft mich hiermit, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle." Im Neuen Testament wird der Zehnte nie abgeschafft, sondern vorausgesetzt. Die entscheidende Frage ist: Sollte ein Christ, der durch Jesus unendlich viel mehr Segen empfangen hat als ein Jude im Alten Testament, weniger geben?

Paulus gibt praktische Anweisungen: "An jedem ersten Tag der Woche lege ein jeder von euch bei sich etwas zurück" (1. Korinther 16,2). Geplantes, verlässliches Geben verhindert, dass Spontankäufe oder Urlaubsflüge verhindern, dass noch etwas für Gottes Reich übrig bleibt. In Galater 6,10 zeigt er die Priorität: "Lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist an des Glaubens Genossen" – also zuerst an deiner Ortsgemeinde.

Georg Müller, der Waisenhausgründer, lebte nach dem Grundsatz, nie Menschen um Geld zu bitten – nur Gott. Durch seine Hände flossen umgerechnet 17,7 Millionen Euro. Seine Beobachtung: "Wer andere tränkt, der wird auch getränkt werden." Er sah Menschen, die großzügig gaben und immer mehr hatten – und andere, die kargten und ärmer wurden.

Die Frage ist nicht: "Herr, was willst du, dass ich mit meinem Geld mache?" sondern "Herr, was willst du, dass ich mit deinem Geld mache?" Alles gehört letztlich Gott – du bist nur Verwalter. Und wie du verwaltest, zeigt, wem dein Herz wirklich gehört.

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