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Gefahr der mutwilligen Sünde und das konsequente Handeln Gottes

Sonntag, 5. Juni 2016
37 Minuten

Gefahr der mutwilligen Sünde und das konsequente Handeln Gottes

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Im Hebräerbrief finden wir fünf eindringliche Warnungen – von der Gefahr des Abgleitens über den Ungehorsam bis zum geistlichen Stillstand. Die fünfte Warnung in Hebräer 10,26 konfrontiert uns mit einem besonders ernsten Thema: der mutwilligen Sünde und Gottes konsequentem Handeln.

Wir leben in einer Zeit des Wohlstands und der Relativierung. Niemand möchte mehr Verantwortung übernehmen, schon gar nicht vor Gott. Wir müssen nicht mehr um unser tägliches Brot flehen – die Supermärkte sind voll. Wir brauchen nicht um Heilung zu bitten – die Apotheke ist um die Ecke. Versicherungen aller Art geben uns Sicherheit. Diese Bequemlichkeit verleitet uns zu einem leichtsinnigen, gleichgültigen Leben, in dem wir Grenzen überschreiten und Gott in Frage stellen.

Doch es geht nicht um spektakuläre Mutproben oder öffentliches Spotten über Gott. Es geht um dich und mich – um Christen, die durch das Blut Jesu gereinigt wurden, Wiedergeburt erlebt haben und dann trotzdem all das verleugnen, was Jesus für sie getan hat. 1. Johannes 1,7 zeigt uns: Wenn wir im Licht wandeln, haben wir Gemeinschaft untereinander und das Blut Jesu macht uns rein von aller Sünde.

Der Hebräerbriefschreiber warnt in Kapitel 10,25: Bleib nicht den Zusammenkünften fern, wie einige sich das angewöhnt haben. Heute gibt es Online-Church, Bibel-TV vom Sofa aus – alles bequem. Aber ersetzt das die Gemeinschaft? Keineswegs. Wir brauchen einander, um uns zu ermutigen, besonders da der Tag des Herrn näher rückt.

Durch das Blut Jesu haben wir freien Zugang zum Allerheiligsten bekommen – ein Privileg, das im Alten Testament nur dem Hohenpriester einmal im Jahr zustand. Wenn wir nun vorsätzlich und fortgesetzt sündigen, verwerfen wir dieses einzigartige Opfer. Wir begehen eine dreifache Sünde: Wir treten die Ehre des Sohnes Gottes mit Füßen, entweihen das Blut des Bundes und verhöhnen den Heiligen Geist.

Dies ist keine unbewusste Handlung oder ein Affekt – es ist eine bewusste, überlegte Abweisung dessen, was Jesus für uns getan hat. Matthäus 12,31 macht deutlich: Alle Sünde wird vergeben, aber die Lästerung gegen den Heiligen Geist nicht. Wer den Heiligen Geist abweist, trennt die Verbindung zu Gott – wie ein abgeschnittenes Kabel vom Server.

Doch der Hebräerbrief endet nicht mit Warnung, sondern mit Ermutigung: Wirf dein Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Besinne dich auf das, was du empfangen hast – Freiheit, einen Hohenpriester, die Kindschaft Gottes. Halte fest am Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken, und achtet aufeinander in der Gemeinschaft.

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