Jesus Christus kam nicht, damit du Zuschauer bleibst, sondern damit du Teil seines Leibes wirst – ein Glied, das vom Haupt geführt wird. Für Gott ist nichts unmöglich. Diese Wahrheit wird besonders in der Adventszeit greifbar, wenn wir auf die Weihnachtsgeschichte blicken.
Bevor das erste Weihnachtsfest gefeiert werden konnte, sandte Gott seinen Engel Gabriel zweimal aus. Zuerst zu Zacharias mit der Nachricht, dass er und seine betagte Frau Elisabeth einen Sohn bekommen würden. Doch Zacharias zweifelte – trotz jahrelangem Gebet für genau dieses Wunder. Kennst du das? Du betest für etwas, und wenn Gott es dir geben will, bist du plötzlich nicht mehr bereit, es anzunehmen. Gott schenkte Zacharias Gnade durch eine Zeit des Schweigens, um nachzudenken.
Beim zweiten Mal kam Gabriel zu Maria, einem jungen Mädchen unter 20 Jahren, verlobt mit Josef. Die Nachricht war noch unglaublicher: Sie würde als Jungfrau durch den Heiligen Geist schwanger werden. Nach dem Gesetz stand auf Untreue der Tod. Maria erschrak nicht vor dem Engel, sondern über seine Worte: "Du Begnadigte, du Gesegnete." Ihre Demut zeigte sich in ihrer Antwort: "Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort."
Gott gab Maria eine persönliche Ermutigung: Elisabeth, ihre betagte Verwandte, war im sechsten Monat schwanger. Und dann kam dieser Schlüsselsatz in Lukas 1,37: "Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich." Dieses kleine Wort "denn" macht den Unterschied – es ist die Begründung für alles Unmögliche, das möglich wird.
Weihnachten erinnert dich daran: Blicke nicht auf dein zerbrechliches Menschsein, sondern auf Gottes Göttlichkeit. Jesus sagte in Johannes 14,12-14, dass du die Werke tun wirst, die er tat, und sogar größere. Doch die meisten Menschen gehen selbstfokussiert auf Weihnachten zu – mit Wünschen nach Geschenken, Anerkennung oder perfekten Familienmomenten. Mit dieser Einstellung verpasst du Weihnachten.
Weihnachten bedeutet: Lebe für Gottes Absichten, lebe für Christus allein. Höre auf, nur für menschliche Zwecke zu leben. Maria musste lernen, dass es nicht um sie ging. Ihr Ruf wurde zerstört, sie musste Spott ertragen – und später zusehen, wie ihr Sohn das Kreuz trug. Jesus nachzufolgen heißt nicht nur, einen Erlöser zu haben, sondern einen Herrn, der absolute Priorität hat.
Was hält dich davon ab, so unterwürfig wie Maria zu sein? Bring es zu Christus, denn es steht dir im Weg. Bei ihm ist kein Ding unmöglich.
