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Fünf Brote und zwei Fische - und alle werden satt

Samstag, 9. November 2013
36 Minuten

Fünf Brote und zwei Fische - und alle werden satt

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Gott weiß genau, was dir fehlt. Er kennt deine Situation, deine Gedanken, deine Nöte – besser als du selbst. Die Geschichte von der Speisung der 5000 Menschen zeigt uns nicht nur ein spektakuläres Wunder, sondern offenbart etwas Grundlegendes über Gottes Handeln: Er versorgt dich nicht nur geistlich, sondern kümmert sich auch um deine ganz praktischen, alltäglichen Bedürfnisse.

Jesus zog sich mit seinen Jüngern an einen einsamen Ort zurück, doch die Menschenmassen folgten ihm. Statt sie wegzuschicken, predigte er bis zum Abend. Die Jünger waren erschöpft und wollten endlich ihre Ruhe. Doch Jesus sah mehr als nur müde Jünger – er sah hungrige Menschen. Und anstatt sie einfach nach Hause zu schicken, forderte er seine Jünger heraus: "Gebt ihr ihnen zu essen!" Mit nur fünf Broten und zwei Fischen – ein lächerlich kleines Angebot für eine solch riesige Menge.

Hier wird etwas Entscheidendes sichtbar: Gott könnte alles unmittelbar tun, doch er wählt bewusst, durch schwache Menschen zu wirken. Er geht damit ein Risiko ein, denn er weiß, dass wir versagen können. Aber genau darin liegt die Lektion: Komm mit leeren Händen zu Gott, lass dich von ihm füllen, und dann geh gesegnet und reich beschenkt wieder nach Hause.

Mose ist ein perfektes Beispiel dafür. Als Gott ihn beruft, das Volk Israel aus Ägypten zu führen, reagiert er mit "Wer bin ich?" Er erkennt seine Schwäche – das ist gut. Doch er verharrt darin, findet immer neue Ausreden. Selbst nachdem Gott ihm Wunder zeigt und verspricht "Ich will mit dir sein", bleibt Mose in seinem Misstrauen stecken. Gott wurde zornig – nicht weil Mose sich unfähig fühlte, sondern weil er Gott nicht zutraute, ihm im richtigen Moment das Richtige zu geben.

Wenn du dich unfähig für einen Dienst fühlst, ist das ein gutes Zeichen – Gott will dich gebrauchen. Die Frage ist nur: Versinkst du in deinen begrenzten Möglichkeiten oder bringst du das Wenige, was du hast, zum Herrn? Die Jünger brachten ihre fünf Brote und zwei Fische. Lächerlich wenig – aber mit Gott wurde daraus Überfluss für Tausende.

Du bist nicht nur Empfänger, sondern auch Verteiler. Was du von Gott empfängst – geistlich wie materiell – ist nicht nur für dich bestimmt. Ganz arm zu sein und doch vom Reichtum Christi austeilen zu dürfen, das ist vollkommene Freude. Wer austeilt, wird nicht ärmer dabei. Ein Segen ruht auf denen, die bereit sind zu geben, zu dienen, zu teilen. Lass dich von Gott gebrauchen, um andere Menschen zu segnen.

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