Jesus grüßte seine Jünger immer mit denselben Worten: "Friede sei mit euch." Shalom, Salam aleikum, Smeram – in vielen Sprachen ist dieser Gruß verankert. Als Jesus geboren wurde, sangen die Engel: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden." Jesaja prophezeite den kommenden Friedefürst. Doch viele Menschen ärgern sich: Wenn Jesus der Friedefürst ist, wo ist dann dieser Friede?
Die Bilder aus Aleppo, die Situation in der Ukraine – überall Krieg und Zerstörung. In der Welt gibt es keinen Frieden, denn dort herrscht der Fürst dieser Welt, der Satan. Aber das soll uns nicht davon abhalten, den Frieden in unseren Herzen zu bewahren. Der Friede Gottes ist etwas völlig anderes als weltlicher Friede. Philipper 4,7 sagt uns: "Der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen." In Johannes 14,27 verspricht Jesus: "Meinen Frieden gebe ich euch. Einen Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann."
Doch wie schnell verlieren wir diesen Frieden! Ein unzufriedener Kunde ruft an, eine falsche Rechnung kommt, jemand nimmt dir die Vorfahrt – und schon ist der Friede weg. Wir streiten wegen Kleinigkeiten, im Geschäft, mit Nachbarn, selbst in der Gemeinde. Aber wer gewinnt am Ende? Nur der Feind, der Teufel.
Wir stehen in der Adventszeit, der Wartezeit auf Jesus. Wenn du Gäste erwartest, räumst du auf, putzt, bereitest alles vor. Jesaja 40,3 ruft: "Bereitet dem Herrn den Weg, macht eine ebene Bahn unserem Gott. Alle Täler sollen erhöht werden, alle Berge erniedrigt." Das bedeutet: Räume in deinem Herzen auf! Wie kannst du Weihnachten feiern, wenn Unfrieden in deinem Herzen ist?
Matthäus 5,9 sagt: "Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Gottes Kinder heißen." Nicht der andere muss kommen – du musst bereit sein zu vergeben. Halte deinen Sinn auf Jesus gerichtet, bleibe im Gebet, denke über sein Wort nach. Dein Friede wird auf andere übertragen. Frieden im Herzen ist Teil der Frucht des Geistes (Galater 5,22) und bewirkt Zufriedenheit, die dein ganzes Leben verändert.
