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Folgst du Jesus nach

Sonntag, 23. September 2018
1 Std. 6 Min.

Folgst du Jesus nach

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Jesus ruft Menschen in die Nachfolge – das war seine erste Handlung nach der Predigt. Nicht nur zum Glauben, sondern zur konkreten Nachfolge. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Der Glaube rettet uns, aber der Glaube ohne Werke ist tot. Nicht jeder stirbt wie der Schächer am Kreuz direkt nach seiner Bekehrung. Wer länger lebt, bei dem müssen Werke folgen.

In Hesekiel spricht Gott dreimal eine erschreckende Warnung aus: Wenn du den Gottlosen nicht warnst, wenn du den Gerechten nicht ermahnst, der vom Weg abweicht – ihr Blut will ich von deiner Hand fordern. Das sind harte Worte, aber es sind Gottes Worte. Als Hirten müssen wir für jede Seele Rechenschaft ablegen. Wie oft halten wir den Mund nur um des Friedens willen, obwohl wir sehen, dass jemand einen falschen Weg einschlägt?

Die zentrale Frage lautet: Bist du in der Nachfolge Jesu Christi? Nicht nur: Glaubst du an Jesus? Sondern: Folgst du ihm nach? Das sind zwei Paar Schuhe. Hast du Jesus als deinen Herrn, als Lebensbestimmer in dein Leben gebeten? Hast du deine Schuld bekannt?

Wenn du in der Nachfolge bist, dann stellt sich die nächste Frage: Ist dein Dienst klar? Was tust du im Reich Gottes? Der Dienst ist die Pflichtfolge der Nachfolge. Du kannst nicht dienstlos in der Gemeinde sein. Der Gottesdienstbesuch allein ist kein Dienst – das ist Selbstbetrug, nur ein Häkchen fürs Gewissen. Dienst bedeutet, dass du deine Zeit ins Reich Gottes investierst, dass du eine konkrete Aufgabe hast.

Bist du brennend in der Nachfolge oder nur lauwarm wie die Gemeinde in Laodizea? Gott sagt: "Ach, dass du kalt oder warm wärst! Weil du aber lau bist, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde." Wenn du nicht brennend bist, wenn du keine positive Haltung zum Dienst hast, dann wird es unattraktiv – dann folgen dir keine Menschen nach.

Die Nachfolge Jesu darf durch nichts aufgehalten werden. Jesus sagt klar: Wer nicht bereit ist, Vater, Mutter, Frau, Kinder zurückzustellen, kann nicht mein Jünger sein. Das sind harte Worte. Wir haben so viele Ausreden – Familie, Job, Zeit. Aber für Fernsehen, Internet, eBay finden wir immer Zeit.

Eines der größten Hindernisse ist das Geld. Geldgier ist eine Wurzel allen Übels. Das neureiche Denken – maximaler Gewinn bei minimalem Einsatz, Zeit für Hobbys und Reisen – dieses Denken ist längst in unseren Reihen angekommen. Wir meinen, wir hätten das Geld im Griff, aber es gewinnt Macht über uns und hält uns vom Dienst ab.

Wenn du heute merkst, dass du lau geworden bist, dass falsche Prioritäten dein Leben bestimmen – dann komm zu Jesus. Bekenne deine Schuld, deine Lauheit, deine Trägheit. Lass dich korrigieren und neu ausrichten auf Jesus. Die Nachfolge Jesu ist das Wichtigste im Leben eines Menschen – für diese Welt und für die Ewigkeit.

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