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Es ist noch eine Ruhe vorhanden!

Sonntag, 8. März 2020
34 Minuten

Es ist noch eine Ruhe vorhanden!

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Gott hat am siebten Tag der Schöpfung geruht – nicht weil er erschöpft war, sondern weil alles vollendet war. Alles war sehr gut, nichts musste mehr verbessert werden. Das ist echte Ruhe. Doch wenn du ehrlich bist: Kennst du diese Ruhe? Diesen Moment, wo wirklich alles fertig ist, wo du dich zurücklehnen kannst und sagen darfst: "Es ist vollbracht"?

Die Realität sieht meist anders aus. Wir sind mittendrin im Getriebe, manchmal sogar Getriebene. Und genau in diese Unruhe hinein sagt der Hebräerbrief in Kapitel 4: "Es ist noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes." Doch dann kommt etwas Überraschendes. Statt uns sanft in diese Ruhe zu wiegen, konfrontiert uns der Text mit einer unbequemen Wahrheit: Das Wort Gottes ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert und richtet über die Gedanken und Sinne des Herzens. Nichts ist vor Gott verborgen – wir müssen ihm Rechenschaft ablegen. Für alles. Sogar für jedes unnütze Wort.

Das Volk Israel in der Wüste hatte Gottes Kraft erlebt – die Befreiung aus Ägypten, den Durchzug durchs Rote Meer, das tägliche Manna. Doch als sie bei Rephidim kein Wasser fanden, murrten sie gegen Mose und zweifelten an Gott. Dabei war die Lösung ganz nah: ein Fels, aus dem Wasser sprudeln würde. Sie mussten es nur nicht sehen konnten. Gott schwor in seinem Zorn: "Sie werden nicht in meine Ruhe kommen." Nicht weil sie ein Gebot übertreten hatten – das Gesetz gab es noch gar nicht. Sondern weil sie Gott nicht vertrauten.

Hier liegt der Schlüssel: Ruhe findest du nicht durch perfekte Leistung, sondern durch Vertrauen. Der Hebräerbrief zeigt dir den Weg in Kapitel 4, Verse 14-16: Wir haben einen großen Hohenpriester, Jesus, der mit unserer Schwachheit Mitleid hat. Er kennt deine Unfähigkeit, aus eigener Kraft vor Gott zu bestehen. Deshalb die Einladung: "Lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade."

Dieser Fels in der Wüste, schreibt Paulus, war Christus. Die Antwort auf deine tiefste Not ist ganz nah. Jesus hat durch sein Opfer ein für alle Mal vollendet, was du nie vollenden könntest. Wenn du zu ihm kommst, trittst du zu einem vollendeten Werk. Dein Name wird ins Buch des Lebens geschrieben – nicht wegen deiner Taten, sondern wegen seiner Gnade. Das ist die Ruhe, die noch vorhanden ist: nicht Untätigkeit, sondern die Gewissheit, dass in Jesus alles vollbracht ist.

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