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Erntedank - Das älteste Fest der Welt

Sonntag, 9. Oktober 2016
33 Minuten

Erntedank - Das älteste Fest der Welt

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Erntedank ist das älteste Fest der Welt. Schon die ersten Menschen brachten Gott ihren Dank dar, als sie die erste Ernte einbrachten – die Geschichte von Kain und Abel zeigt uns das. Von Beginn der Menschheit an hat Gott es dem Menschen ins Herz gelegt, Dank darzubringen für das Gute, das er empfangen hat.

Dankbarkeit ist weit mehr als ein sentimentales Gefühl. Martin Luther nannte sie die wesentliche christliche Haltung, das Herz des Evangeliums. Nach Cicero ist Dankbarkeit nicht nur die größte aller Tugenden, sondern auch die Mutter aller anderen. Doch in unserer Zeit geht diese Haltung zunehmend verloren. Wo früher in jedem Dorf Erntedank gefeiert wurde, gibt es heute Oktoberfeste – aber an Dankbarkeit denkt kaum noch jemand.

Im Römerbrief 1,21 lesen wir etwas Erschütterndes: Menschen, die Gott kannten, verherrlichten ihn nicht und dankten ihm nicht – und ihr Herz verfinsterte sich. Undankbarkeit ist ein Kennzeichen gottloser Menschen. Sie ist wie eine gefährliche Krankheit, die den Menschen befällt und ihm die Freude am Leben raubt.

Erinnerst du dich an die zehn Aussätzigen, die Jesus heilte? Nur einer kam zurück, um zu danken – ausgerechnet ein Samariter. Jesus fragte: "Wo sind die Neun?" Diese Frage hallt durch die Jahrhunderte. Wie oft empfangen wir Gutes und vergessen zu danken?

Die Bibel gibt uns einen klaren Auftrag: "Sagt allezeit für alles dem Gott und Vater Dank" (Epheser 5,20). Das ist kein Vorschlag, sondern ein Befehl. Wir sollen eine Haltung der Dankbarkeit entwickeln – nicht nur wenn es uns gut geht, sondern allezeit. Im Kolosserbrief 3,15 heißt es: "Seid dankbar." Dankbarkeit ist eine Charaktereigenschaft eines Christen.

Wissenschaftliche Studien bestätigen: Dankbare Menschen sind glücklicher, weniger aggressiv, zufriedener mit ihrem Leben und schlafen besser. Dankbarkeit hat eine der stärksten Beziehungen zur psychischen Gesundheit. Ein altes Sprichwort sagt: "Danken schützt vor Wanken und Loben zieht nach oben."

Die Entscheidung liegt bei dir: Jeden Morgen kannst du neu wählen, ob du im Bett bleibst und haderst oder aufstehst und dankbar bist für alles, was du noch kannst. Jeder Tag ist ein Geschenk. Ein dankbares Herz ist ein Wohlgefallen vor Gott.

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