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Elia - deprimiert, aber nicht allein!

Samstag, 19. November 2011
40 Minuten

Elia - deprimiert, aber nicht allein!

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Elia steht am Gipfel seines Dienstes. Gerade hat er erlebt, wie Feuer vom Himmel fiel und Gott seine Macht bewiesen hat. Das ganze Volk fiel auf sein Angesicht und rief: "Der Herr ist Gott!" Doch nur einen Tag später lesen wir in 1. Könige 19, wie dieser Mann Gottes zusammenbricht. Eine Morddrohung von Isebel genügt – und Elia flieht 160 Kilometer weit in die Wüste. Dort bittet er Gott: "Es ist genug, nimm mein Leben."

Depression ist keine moderne Erfindung. Schon Elia, dieser große Prophet, war "deprimiert" – niedergeschlagen, ausgelaugt, ohne Antriebskraft. Jakobus 5,17 sagt uns: "Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir." Auch du kennst vielleicht diese Momente, wo du einfach nicht mehr kannst, wo Einsamkeit, Angst oder Erschöpfung dich überwältigen.

Was führte Elia in diese Krise? Falsche Gedanken. Er schaute auf seine Gefühle statt auf die Fakten. Er vergaß, was Gott gerade getan hatte. Er verglich sich mit anderen: "Ich bin nicht besser als meine Vorfahren." Und er übertrieb seine Situation: "Ich bin allein übrig geblieben" – obwohl Gott ihm später zeigt, dass 7.000 Menschen ihm treu geblieben waren.

Doch wie reagiert Gott? Nicht mit Vorwürfen, sondern mit Fürsorge. Er lässt Elia schlafen, gibt ihm zu essen und zu trinken. Gott kümmert sich um seine körperlichen Bedürfnisse. Dann fordert er ihn auf: "Was willst du hier, Elia?" – eine Einladung, seinen Frust abzuladen. In der Stille, nicht im Sturm oder Erdbeben, sondern im sanften Säuseln, begegnet Gott ihm neu. Und schließlich sendet er ihn zurück in den Alltag mit einem neuen Auftrag.

Vier Prinzipien werden hier deutlich: Achte auf deine körperlichen Bedürfnisse. Gib deine Frustration bei Gott ab – Jesus sagt in Matthäus 11,28: "Kommt her zu mir, alle die ihr mühselig und beladen seid." Mache dir Gottes Gegenwart neu bewusst, indem du zur Ruhe kommst. Und gib nicht auf – kehre zurück in deinen Alltag mit der Gewissheit, dass Gott größer ist als jedes Problem.

Du bist in Gottes Augen wertvoll – sein kreatives Meisterwerk, geschaffen in Christus Jesus (Epheser 2,10). Deprimiert zu sein bedeutet nicht, dass du allein bist. Gott ist da, auch wenn du ihn gerade nicht fühlst.

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