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Einheit ist ohne Dienst unmöglich

Samstag, 29. November 2014
39 Minuten

Einheit ist ohne Dienst unmöglich

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Jesus wurde Mensch, damit du Frieden in deinem Herzen haben kannst. Das ist die beste Botschaft dieser Welt – und sie hat weitreichende Konsequenzen für dein Leben als Christ. Paulus schreibt an die Gemeinde in Philippi, seine Lieblingsgemeinde, und lobt sie für vier besondere Eigenschaften: Ermahnung, Zuspruch der Liebe, Gemeinschaft des Geistes sowie Herzlichkeit und Erbarmen. Doch dann fordert er sie auf: "Macht meine Freude völlig, indem ihr eines Sinnes seid." Gott gibt dir alles, was du brauchst, um zu tun, was du sollst. Du bist seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat.

Einheit bedeutet nicht Uniformität – nicht gleiches Denken, gleiche Kleidung oder gleiche Überzeugungen. Einheitlichkeit wird durch Druck von außen bewirkt, Einheit kommt von innen heraus. Sie entsteht, wo wir unser Leben auf Jesus Christus ausrichten und unser Denken gemeinsam von ihm prägen lassen. Paulus nennt zwei Todfeinde dieser Einheit: Selbstsucht und Geltungsdrang. Egoismus ist der Auslöser jeder Sünde – schon im Garten Eden war es so. Sobald du egoistisch denkst, ist die Sünde nicht weit.

Das Gegenmittel? Paulus schreibt in Philipper 2: "In Demut achte einer den anderen höher als sich selbst." Demut ist eine realistische Selbsteinschätzung Gott und Menschen gegenüber. Du erkennst, wer du vor Gott bist, und diese Erkenntnis wirkt sich auf deinen Umgang mit Mitmenschen aus. Wer demütig ist, stellt den anderen in den Vordergrund. Es geht um das Wohl des Anderen, nicht um dein eigenes Recht.

Dein Dienst ist dein Dienen. Vielleicht denkst du, du brauchst einen besonderen, sichtbaren Dienst, um etwas für Gott zu tun. Aber Petrus sagt: "Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat." Du bist ein Glied am Leib Christi, und jedes Glied hat eine wichtige Funktion. Wenn du dich zurückhältst, beraubst du die anderen. Ein freundlicher Händedruck, aufrichtiges Interesse, von Herzen singen – das kann wertvoller sein als viele Worte. Gott hat dich zu einer Quelle gemacht, durch die seine Gnade zu anderen fließen kann.

Was hindert diesen Fluss? Nicht vergeben können ist wie Gift trinken und hoffen, dass der andere stirbt. Nicht zu vergeben schadet dir selbst am meisten. Das Schönste im Leben mit Christus ist, Menschen vergeben zu können und Vergebung zu empfangen. Fang an, Menschen zu ermutigen, und du wirst das Doppelte zurückerhalten. Lass dich füllen mit Gottes Wort und gib es weiter.

Jesus selbst ist der Inbegriff des Dienstes. Er, der in der Gestalt Gottes war, entäußerte sich selbst, nahm Knechtsgestalt an und wurde gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Der Höchste wurde zum Niedrigsten. Jesu Erniedrigung brachte Erhöhung – und so ist es auch bei dir. Wenn du dich von Gott erniedrigen lässt, Buße tust und um Vergebung bittest, erhöht er dich. Jesus musste kommen, weil der Mensch egoistisch war. Er machte Einheit mit dem Vater möglich – und wenn du Einheit mit dem Vater hast, hast du Einheit untereinander. Einheit ist ohne Dienst unmöglich.

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