Jesus Christus allein hat den Schlüssel zum Himmelreich in seiner Hand. Er ist der Heilige und Wahrhaftige, der öffnet, sodass niemand zuschließen kann, und zuschließt, sodass niemand öffnen kann. Warum hat er dieses Recht? Weil er für deine Sünden gestorben ist, den Tod durchschritten hat und siegreich aus den Toten auferstanden ist. Deshalb steht es keinem Papst, keinem Mohammed, keinem Stammapostel zu, darüber zu bestimmen, wer ins Himmelreich kommt – nur Jesus Christus allein.
In Offenbarung 3,7-13 schreibt Gott einen Brief an die Gemeinde in Philadelphia. Diese Gemeinde lebte unter massivem politischen Druck – Kaiser Domitian verfolgte die Christen brutal. Doch trotz ihrer kleinen Kraft und bescheidenen Mittel blieb sie Jesus treu. Sie bewahrte sein Wort, verleugnete seinen Namen nicht und blieb beständig in der Gemeinschaft der Gläubigen. Das Wort Gottes bestimmte ihre Entscheidungen und ihr Leben.
Und genau deshalb sagt Gott zu dieser Gemeinde: "Siehe, ich habe vor dir eine geöffnete Tür gegeben, und niemand kann sie schließen." Diese offene Tür bedeutet Segen, innere Vollmacht und die Möglichkeit, dass Menschen durch diese Gemeinde Jesus Christus erkennen können. Gott stellt sich zum Kleinen und Bescheidenen. Er gibt der schwachen Gemeinde eine neue Aufgabe: Selbst ihre erbitterten Feinde sollen durch ihr Zeugnis zu Christus finden.
Für uns im Jahr 2015 stellt sich die Frage: Was bestimmt dein Leben? Wonach triffst du deine Entscheidungen? Wir leiden keinen politischen Druck wie Philadelphia, und doch fällt es uns schwer, an Jesus Christus dranzubleiben. Wir brauchen Korrektur. Es geht nicht darum, frömmer zu erscheinen, sondern das Wort Gottes ernst zu nehmen, es zu lesen und den Geist Gottes dadurch arbeiten zu lassen.
Gott verspricht der treuen Gemeinde Bewahrung vor der kommenden Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird. Er sagt: "Ich komme bald. Halte fest, was du hast." Wenn wir Jesus Christus nicht wirklich als unseren Herrn und Erlöser verstanden haben, werden wir in dieser Zeit nicht bestehen können. Aber wer überwindet, den will Gott zu einer Säule in seinem Tempel machen und seinen Namen darauf schreiben.
Das Ziel für uns als Gemeinde sollte sein: Jesus Christus im Jahr 2015 zu verherrlichen und groß zu machen. Die Freiheit, in der wir heute leben, zu gebrauchen, um ihm zu dienen. Das mündet in der praktischen Anwendung seiner zwei Gebote: Gott von ganzem Herzen zu lieben und den Nächsten wie sich selbst. Es gibt keine größere Ermutigung für eine Gemeinde, als wenn Menschen zum Glauben an Jesus Christus kommen und vom ewigen Tod zum Leben geführt werden.
