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Ein Weizenkorn bringt Frucht

Samstag, 6. Oktober 2012
38 Minuten

Ein Weizenkorn bringt Frucht

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Solange die Erde steht, wird nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht – diese Verheißung Gottes aus 1. Mose 8,22 nehmen wir oft als selbstverständlich hin. Wir gehen in den Supermarkt, kaufen ein, was wir brauchen, und vergessen dabei leicht die Mühe der Bauern, die Sorgen bei Trockenheit oder zu viel Regen, die Abhängigkeit vom Segen Gottes.

Jesus erzählt uns von einem Weizenkorn, das sich in der Scheune versteckte. Es wollte nicht ausgesät werden, nicht sterben, nicht sein Leben opfern. Es wollte prall und goldgelb bleiben, sich selbst verwirklichen. Doch es wurde nie zu Brot, kam nie auf den Tisch, schenkte nie Leben und Kraft. Eines Tages fegte der Bauer es mit dem Staub hinweg – todeinsam und sinnlos bis zum Verfall.

In Johannes 12,24-26 spricht Jesus diese tiefe Wahrheit aus: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, dass das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt es allein. Wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte." Ein einzelnes Weizenkorn bringt 25 bis 40 neue Körner hervor – welch ein wunderbarer Ertrag! Aber nur, wenn es bereit ist zu sterben.

Was bedeutet das für dein Leben? Vielleicht bist du jung und träumst von Karriere, Reichtum oder Berühmtheit. Vielleicht bist du mitten im Leben, voller Tatendrang und Pläne. Oder du schaust zurück und fragst dich: War das wirklich alles? Hat mich all das Jagen und Treiben glücklich gemacht?

Denk an zwei Seen in Israel: Der See Genezareth empfängt Wasser vom Jordan und gibt es weiter – rundherum blüht das Leben. Das Tote Meer nimmt nur und gibt nichts weiter – dort ist alles tot. Wer sein Leben für sich behält, wird es verlieren. Wer aber bereit ist zu sterben, sein Ego loszulassen und anderen zu dienen, wird wahres Leben finden.

Eine Umfrage zeigt: Nur 20 Prozent der Deutschen sind dankbar für ihren Glauben. Dabei gilt doch: An Gottes Segen ist alles gelegen. Wer mir dienen will, sagt Jesus, der folge mir nach. Und wer mir dient, den wird mein Vater ehren. Diese Auszeichnung ist mehr wert als jeder irdische Ruhm – sie wartet auf dich, wenn du einmal vor Gott stehst und hörst: "Komm her, mein treuer Knecht!"

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