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Ein mündiger Christ sein

Samstag, 26. April 2014
34 Minuten

Ein mündiger Christ sein

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Im Alten Testament musste Gott sein Volk an die Hand nehmen wie ein Vater sein kleines Kind. Er führte sie aus Ägypten heraus und musste sie sogar zwingen, seine Gebote einzuhalten – nicht aus Willkür, sondern zu ihrem eigenen Schutz. Doch dann verheißt Gott in Jeremia 31 etwas Revolutionäres: einen neuen Bund, bei dem er sein Gesetz direkt in die Herzen der Menschen schreiben wird.

Du lebst heute unter diesem neuen Bund. Als Christ bist du kein unmündiges Kind mehr, das bevormundet werden muss. Du bist auch kein Sklave, der zu allem gezwungen werden muss. Der Heilige Geist wohnt in dir, lehrt dich und gibt dir über alles Aufschluss. Niemand muss dich mehr anschubsen und sagen: "Erkenne den Herrn!" Du hast einen direkten Zugang zu Gott und seinem Wort.

Doch genau hier liegt die Herausforderung: Wir alle werden massiv beeinflusst – von Freunden, Medien, gesellschaftlichen Strömungen, dem sogenannten Mainstream. Meinungen werden vorgefertigt, Menschen manipuliert. Die einen leben grenzenlos frei, losgelöst von jeder Norm. Die anderen lassen sich willenlos von Führern lenken und fragen ständig: "Was denken die anderen von mir?"

Als mündiger Christ brauchst du einen festen Anker in diesem Strudel der Einflüsse. Das Wort Gottes ist deine Messlatte, der Heilige Geist dein Leiter. Paulus erinnert uns in 1. Korinther 4,2, dass von Haushaltern nur eines gefordert wird: dass sie treu befunden werden. Du bist ein offener Brief (2. Korinther 3,3), ein Botschafter Christi (2. Korinther 5,20) – Menschen lesen in deinem Leben wie in einem Buch.

Jesus verdeutlicht dies im Gleichnis vom treuen Diener in Matthäus 24. Der Herr kommt zu einem Zeitpunkt, an dem du ihn nicht erwartest. Erfüllst du deine Aufgaben treu, wirst du befördert. Wirst du nachlässig und denkst "Mein Herr kommt noch lange nicht", erwartet dich ein hartes Urteil.

  1. Petrus 3,8-17 zeigt konkret, wie mündiges Christsein aussieht: Vergeltet nicht Böses mit Bösem, seid voller Mitgefühl, habt keine Angst vor denen, die sich gegen euch stellen. Seid jederzeit bereit, Auskunft über eure Hoffnung zu geben – aber freundlich und mit Respekt. Kolosser 3,17 fasst es zusammen: "Alles, was ihr tut, mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus."

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