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Ehud – Nicht vollkommen, trotzdem gebrauchbar!

Samstag, 22. September 2012
38 Minuten

Ehud – Nicht vollkommen, trotzdem gebrauchbar!

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Jesus ist bei dir im Sonnenschein und im Regen – diese Wahrheit zieht sich durch alle Zeiten. Das Volk Israel erlebte 40 Jahre Ruhe unter dem Richter Otniel. Sie genossen Gottes Gegenwart, seinen Frieden und Segen. Doch sobald Otniel starb, taten sie wieder, was böse war in den Augen des Herrn. Gute Zeiten bewahren nicht vor Rückfällen. Du kannst deinen geistlichen Stand von vor zehn Jahren nicht konservieren wie Fleisch mit Salz. Gott fordert dich jeden Tag neu heraus, dich für ihn zu entscheiden.

Das Volk Israel verließ sich auf Menschen statt auf Gott. Sie lebten keine selbstständige Beziehung mit dem Herrn. Die Folge: Die Moabiter unterwarfen sie, 18 Jahre lang mussten sie Tribut zahlen. Erst als sie zum Herrn schrien, erweckte Gott ihnen einen Retter – Ehud. Sein Name bedeutet "ohne Kraft", und er war Linkshänder, was damals als Handicap galt. Ausgerechnet diesen Mann mit scheinbarem Nachteil gebrauchte Gott, um das Volk zu befreien.

Gott liebt es, schwache Menschen für seine Pläne zu gebrauchen. Paulus schreibt in 1. Korinther 1, dass Gott das Törichte und Schwache der Welt erwählt hat, damit sich kein Mensch rühmen kann. Ehud nutzte seine Linkshändigkeit – seinen vermeintlichen Nachteil – und fertigte ein kurzes Schwert, das er rechts trug. Als er allein mit König Eglon war, zog er überraschend das Schwert und befreite Israel. 80 Jahre hatte das Land danach Ruhe.

Christus kann aus einem guten Menschen, der meint gut zu sein, nie einen Heiligen machen – nur aus dem Gottlosen, dem Schwachen oder dem Sündigen, der seine Abhängigkeit erkennt. Gott hat keine Probleme mit deinen Fehlern, aber er hat ein Problem mit einem unwilligen Geist. Vielleicht stehen Dinge zwischen dir und Gott. Vielleicht hast du keine Ruhe in deinem Herzen. Gott freut sich über deinen ehrlichen Hilferuf. Er möchte dich gebrauchen, auch wenn die Zeilen deines Lebens krumm sind. Johannes 1,12 sagt, dass allen, die Jesus aufnahmen, die Macht gegeben wurde, Kinder Gottes zu werden. Diese Kraft befähigt dich, gegen das Böse anzugehen. Gott beruft nicht die Fähigen – er befähigt die Berufenen.

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