Jesus Christus hat die Gemeinde geliebt und sein Leben für sie hingegeben – obwohl sie ihm untreu war, obwohl seine engsten Jünger ihn verrieten. Genau diese Art von Liebe fordert Gott von Ehemännern in Kolosser 3,18-21. Du als Mann sollst deine Frau so lieben, dass du bereit bist, dein Leben für sie hinzugeben. Nicht in Worten nur, sondern in Taten.
Viele Männer wollen, dass ihre Frauen sich unterordnen – und benutzen die Bibel wie ein Werkzeug, um Druck auszuüben. Doch das Gegenteil bewirkt es: Die Frau entfernt sich noch weiter. Gott stellt die Frage anders: Liebst du deine Frau noch so wie damals, bevor ihr geheiratet habt? Erinnerst du dich, wie verliebt du warst, welche Wege du auf dich genommen hast, wie sehr du dich auf jedes Gespräch gefreut hast? Wie viele Minuten sprichst du heute wirklich mit ihr – nicht über Organisatorisches, sondern über eure Seelen, eure Gefühle? Fragst du sie: "Wie geht es dir mit mir? Bin ich dir der Mann, den du dir erträumt hast?"
Die Frau wiederum hat den Auftrag, sich ihrem Mann unterzuordnen – aber im Herrn. Sie soll keine stumme Dienerin sein, die jeden dummen Weg abnickt. Sie ist die Rippe, die Hilfe, die Stütze. Mit ihrem oft schärferen Blick sieht sie manches klarer als der Mann. Ihre Aufgabe ist es, ihn zu unterstützen, ihm zu helfen, seiner Verantwortung vor Gott gerecht zu werden – nicht ihn zu bevormunden oder zu beherrschen. Wo Frauen ihre Männer im Gebet getragen und ihnen den Rücken freigehalten haben, dort konnten diese Männer Großes für Gott tun.
In 1. Petrus 3 wird deutlich: Achte nicht primär auf dein äußeres Erscheinungsbild, auf Kleidung und Schmuck. Achte auf den verborgenen Menschen des Herzens, auf einen sanften und stillen Geist. Dieser innere Zustand – ob du deinen Mann wirklich liebst, ob du Gott liebst – ist der wahre Ausdruck deines Glaubens.
Eure Kinder schauen täglich auf euch. Sie werden zwei- bis dreimal stärker durch euer Vorbild geprägt als durch alles andere. Viele Kinder können nicht zum Glauben kommen, weil ihre Eltern zwar viel von Gott geredet, aber nicht vorgelebt haben, wie man sich innig liebt. Wenn deine Kinder erleben, dass Papa Mama wirklich liebt und Mama Papa ehrt, prägt das ihr ganzes Leben – und öffnet ihr Herz für Jesus.
Familienandachten sind in unserer hektischen Zeit wichtiger denn je. Trotz unterschiedlicher Tagesabläufe und wirtschaftlichem Druck: Nehmt euch Zeit, gemeinsam die Bibel zu lesen, christliche Lieder zu singen, über Gott zu sprechen. Dort wird Gott für Kinder anfassbar. Dort dürfen sie Fragen stellen und geistlich gesund heranwachsen.
Gott möchte der Heiland eurer Ehe sein – der Heiler, der Wunden verbindet, zunäht und heilen lässt. Wo Verletzungen sind, darf Heilung beginnen. Wo alles gut läuft, darf es bewahrt werden. Lasst Jesus in eure Ehen hinein.
