Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde – als Mann und Frau schuf er sie. Diese klare Aussage aus 1. Mose 1,27 steht am Anfang der gesamten biblischen Lehre über die Ehe. Und Gott segnete sie. Das ist der entscheidende Punkt: Eine Ehe ist dann eine Ehe, wenn sie unter den Segen Gottes gestellt wird. Nicht eine bloße Lebensgemeinschaft, nicht ein Zusammenleben als Freund und Freundin – sondern eine von Gott gesegnete Verbindung.
In 1. Mose 2,24 wird das Prinzip noch deutlicher: "Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein." Hier zeigt sich, dass die Ehe drei grundlegende Merkmale hat: Mann und Frau verlassen ihre Eltern und gründen eine eigene Familie. Sie übernehmen Verantwortung füreinander. Aus zwei wird eins – und wenn diese Einheit zerrissen wird, bleibt nichts als Zerstörung. Die Ehe ist eine Lebensgemeinschaft für das ganze Leben, bis der Tod uns scheidet.
Paulus konkretisiert dies im 1. Korinther 7: "Um der Unzucht zu vermeiden, soll jeder Mann seine eigene Frau und jede Frau ihren eigenen Mann haben." Er spricht vom Gesetz der gegenseitigen Rücksichtnahme und Pflege: Der Mann gehört nicht sich selbst, sondern der Frau, und umgekehrt. Im Epheserbrief wird diese Liebe noch tiefer beschrieben: "Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Gemeinde geliebt hat." Christus hat sein Leben für die Gemeinde gegeben – so sollen wir bereit sein, für unseren Partner alles zu geben.
Die Welt um uns herum hat längst andere Maßstäbe gesetzt. Die Zahl der Eheschließungen geht seit Jahrzehnten zurück, immer mehr Kinder wachsen in zerrütteten Verhältnissen auf und haben kein gesundes Bild von Ehe und Familie mehr. Doch als Christen sind wir aufgerufen, nicht nach der Meinung der Welt zu fragen, sondern danach, was Gott von Anfang an gemeint hat. Jesus selbst hat die Pharisäer auf diesen Ursprung zurückgewiesen: "Am Anfang aber war es nicht so."
Wenn wir als Christen vernünftige, gesunde Ehen führen, sind wir das Salz der Erde – und Salz brennt in Wunden. Unsere Aufgabe ist es, für die Ehen zu beten, sie zu unterstützen und zu stärken, damit unsere Kinder in Geborgenheit aufwachsen und ein Bild haben, das sie prägt.
