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Dienen wie Jesus

Sonntag, 3. März 2019
42 Minuten

Dienen wie Jesus

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Jesus kam nicht, um bedient zu werden, sondern um zu dienen – und das bis zum Äußersten. In Markus 10 lesen wir, wie Jakobus und Johannes zu Jesus kommen mit einer erstaunlichen Bitte: Sie wollen die Ehrenplätze in seinem Reich, rechts und links neben ihm. Ausgerechnet in dem Moment, als Jesus seinen Jüngern gerade erklärt hat, dass er nach Jerusalem geht, um dort zu sterben. Die beiden haben offenbar überhaupt nicht verstanden, worum es Jesus wirklich geht.

Jesus weist sie nicht schroff zurück, sondern sagt ihnen liebevoll: "Ihr wisst nicht, was ihr bittet." Er macht ihnen klar, dass der Weg zur Herrlichkeit durch Leiden führt. Und dann erklärt er ihnen ein völlig anderes Prinzip: In der Welt geht es um Macht und Herrschaft, aber in Gottes Reich gelten andere Maßstäbe. "Wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele."

Jesus selbst ist das perfekte Vorbild für dienende Liebe. Er wusch seinen Jüngern die Füße – eine Aufgabe, die normalerweise der niedrigste Diener übernahm. Er heilte Kranke, befreite Besessene, sein Blick war niemals auf sich selbst gerichtet, sondern immer auf die anderen und auf den Vater. Er war völlig abhängig vom Willen des Vaters, bescheiden, gehorsam bis zum Tod am Kreuz, selbstlos und voller Mitgefühl.

Wahrhaftiges Dienen nach dem Vorbild Jesu hat bestimmte Kennzeichen: Abhängigkeit von Gott, Bescheidenheit statt Selbstdarstellung, Gehorsam gegenüber Gottes Willen, Selbstlosigkeit, Mitgefühl für die Schwachen und vor allem Liebe zu Gott und den Menschen. Paulus sagt klar: Jeder Dienst, der nicht aus Liebe geschieht, ist wertlos – egal ob wir aus Tradition, Gewohnheit oder anderen Motiven handeln.

Dienen ist vielfältig: Es beginnt beim Dienst am Wort, beim Gebet (das kein "Ich kann ja sonst nichts tun" ist, sondern ein kraftvoller Dienst), bei der Gastfreundschaft, beim Zuhören, bei praktischen Hilfeleistungen, beim Geben, bei Besuchen von Kranken und Älteren. Martin Luther sagte: "Den Menschen dienen, den Dankbaren sowohl wie auch denen, die uns nicht danken – das ist ein Mann." Oder eine Frau.

Bevor Du an Belohnung in der Ewigkeit denkst, prüfe Deine Treue in den kleinen Dingen des Alltags. Dienen ist heute nicht mehr Mode, das Wort klingt unterwürfig. Aber genau dazu ruft Jesus Dich. Halte diese Woche die Augen offen für Gelegenheiten zu dienen – in Abhängigkeit von Jesus, aus Liebe zu Gott und den Menschen.

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