Die Waffenrüstung Gottes – Ein Aufruf zum geistlichen Kampf
Paulus sitzt im Gefängnis, bewacht von einem römischen Soldaten, als er den Ephesern schreibt: "Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels" (Epheser 6,11). Dieses Bild eines Soldaten passt nicht zu unserem verweichlichten Christsein heute – und doch ist es die Realität der Schrift.
Als Christ bist du in einem Kampf. Nicht gegen Menschen, sondern gegen Herrschaften, Gewalten und Weltbeherrscher der Finsternis (Epheser 6,12). Satan und seine Dämonen können dich nicht in Besitz nehmen, wenn der Heilige Geist in dir wohnt – aber sie können dich unterdrücken, entmutigen, frustrieren und verwirren. Je effektiver du für den Herrn arbeitest, desto heftiger werden die Angriffe sein.
Die entscheidende Frage lautet: Bist du gewinnbringend für das Reich Gottes? In deiner Ehe, deiner Familie, deiner Gemeinde, an deinem Arbeitsplatz? Oder bist du eine Bremse? Störst du den Frieden oder förderst du ihn? Satan verschwendet keine Kraft auf Namenschristen, die ohnehin nicht wirklich mit Gott leben. Aber dich – wenn du dem Herrn ernsthaft nachfolgst – will er aus dem Verkehr ziehen.
Deshalb brauchst du die ganze Waffenrüstung: Den Gürtel der Wahrheit – Gottes Wort, das deinen Alltag bestimmt. Den Brustpanzer der Gerechtigkeit – die Gnade, die Gott dir geschenkt hat. Die Schuhe der Bereitschaft – das Evangelium weiterzugeben. Den Schild des Glaubens – zur Verteidigung. Den Helm des Heils und das Schwert des Geistes – zum Angriff. Nicht passiv in der Ecke stehen, sondern aktiv vorwärtsgehen!
Wenn Satan dich angreift – mit Angst, Zweifeln, Entmutigung – dann antworte wie Jesus: "Es steht geschrieben!" Widerstehe dem Teufel mit dem Wort Gottes, und er wird fliehen (Jakobus 4,7).
Doch selbst mit der besten Rüstung reicht es nicht. Paulus schließt mit dem Wichtigsten: dem Gebet (Epheser 6,18). Ohne Gott hast du keine Kraft. Am Gebetsleben einer Gemeinde erkennst du ihren Puls – ob sie lebt oder stirbt. Gemeinsames Gebet ist keine Option, sondern überlebenswichtig. Hier erbitten wir uns die Kraft, die wir brauchen. Hier ermutigen wir einander. Hier werden geistliche Siege errungen.
Lass dein Gärtchen, dein Häuschen, dein Geschäft, selbst deine Kinder nicht die Hauptsache sein. Lass Gott die Hauptsache sein. Steh auf, zieh die Waffenrüstung an und geh in den Kampf – nicht allein, sondern mit deinen Geschwistern im Gebet vereint.
