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Die Speisung der Fünftausend

Samstag, 4. Oktober 2014
49 Minuten

Die Speisung der Fünftausend

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Jesus predigt zu den Menschen, und als es dunkel wird, stehen die Jünger vor einem Problem: Tausende hungrige Menschen in der Wüste. Ihre Lösung? "Schick sie nach Hause!" Doch Jesus fordert sie heraus: "Gebt ihr ihnen zu essen." Die Jünger reagieren wie viele von uns heute – realistisch, rational: "Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische. Das ist unmöglich!"

Aber genau hier liegt der Schlüssel: Was über die Hände Jesu geht, unterliegt nicht mehr unseren Begrenzungen. Die fünf Brote und zwei Fische – eigentlich nur eine Portion für eine Person – werden in Jesu Händen zu mehr als genug für 5000 Menschen. Zwölf Körbe bleiben übrig, einer für jeden zweifelnden Jünger. Die Botschaft ist klar: Wer Jesus nachfolgt, wird nicht verhungern. Was wir ihm geben, gibt er mehrfach zurück.

In Syrien erleben wir heute eine unfassbare Tragödie. Das viertssicherste Land der Welt, wo Menschen bis Mitternacht friedlich durch die Straßen spazierten, wo Bildung und Gesundheitsversorgung kostenlos waren, wo verschiedene Religionen harmonisch zusammenlebten – dieses Land liegt in Trümmern. Über 100 Gemeinden und Kirchen sind zerstört, Millionen Menschen haben alles verloren. Kinder suchen in Mülltonnen nach Essen, Familien wissen nicht, ob ihre Angehörigen noch leben.

Doch auch hier gilt: Über Jesu Händen geschehen Wunder. Eine kleine Gemeinde spendet 250 Euro – und innerhalb kurzer Zeit werden daraus über 13.000 Euro. Ein Bruder verzichtet auf seinen Monatslohn, um zu erleben, wie Menschen ohne Einkommen leben. Hundertfach segnet Gott das Wenige, das wir in seine Hände legen.

Du musst keine Million haben, um etwas zu bewirken. Mit 20 Euro im Monat kann ein Student in Syrien weiterstudieren. Mit 100 Euro bekommt eine Familie 200 Liter Heizöl für die kalten Wintermonate. Es geht nicht um große Beträge, sondern darum, dass wir als Leib Christi Verantwortung tragen – nicht nur für unsere eigene Gemeinde, sondern für Geschwister weltweit, die leiden.

Die wahre Frage ist nicht, ob wir genug haben. Die Frage ist: Sind wir bereit, das Wenige, das wir haben, in Jesu Hände zu legen? Denn dort wird aus Unmöglichem Mögliches, aus Mangel Überfluss. Nicht durch unsere Kraft, sondern durch seine.

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