Cornelius war ein Mann, der alles richtig machte. Als römischer Hauptmann hatte er Ansehen und Wohlstand, doch im Gegensatz zu vielen anderen nutzte er seine Güter, um Armen zu helfen. Die Apostelgeschichte 10 beschreibt ihn als fromm und gottesfürchtig – er betete ohne Unterlass zu Gott. Hier war jemand, der sich täglich nach Gott ausstreckte, der eine echte Sehnsucht nach ihm hatte. Und genau das nahm Gott ernst.
Eines Tages erschien Cornelius ein Engel mit einer klaren Botschaft: "Deine Gebete und deine Almosen sind hinaufgekommen vor Gott." Dann kam die Anweisung – er sollte Männer nach Joppe senden und einen gewissen Petrus holen lassen. Und hier zeigt sich etwas Entscheidendes: Cornelius diskutierte nicht, zweifelte nicht, sondern handelte sofort. Er schickte einen gottesfürchtigen Kriegsknecht und zwei Hausknechte los.
Gleichzeitig bereitete Gott auch Petrus vor. Während Cornelius' Männer unterwegs waren, betete Petrus auf einem Dach und hatte eine Vision – ein Tuch voller unreiner Tiere mit der Aufforderung: "Schlachte und iss!" Dreimal widersprach Petrus, bis der Geist Gottes ihm klarmachte: "Was Gott gereinigt hat, das halte du nicht für gemein." Genau in diesem Moment kamen die Männer des Cornelius an.
Warum dieser ganze Aufwand? Cornelius war doch bereits fromm, betete ständig und tat Gutes. Doch hier wird deutlich: Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen (Hebräer 11,6). Gute Werke und Gebete retten nicht – nur Jesus Christus rettet. Cornelius brauchte die Botschaft des Evangeliums.
Als Petrus in sein Haus kam, verkündigte er: "Jeder, der an Jesus glaubt, empfängt durch seinen Namen Vergebung der Sünden" (Apostelgeschichte 10,43). Noch während er sprach, fiel der Heilige Geist auf alle Anwesenden. Sie wurden gerettet, nicht weil sie fromm waren, sondern weil sie das angebotene Licht Gottes annahmen.
Gott setzte Himmel und Erde in Bewegung, um diesen einen Mann und sein Haus zu retten. Er tut dasselbe heute noch – für dich.
