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Die Position der Frau in der Familie und Gesellschaft

Samstag, 19. Juli 2014
44 Minuten

Die Position der Frau in der Familie und Gesellschaft

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Paulus gibt den älteren Frauen in Titus 2 eine klare Aufgabe: Sie sollen die jungen Frauen anleiten, ihre Männer und Kinder zu lieben. Warum muss das überhaupt gesagt werden? Weil es damals wie heute nicht selbstverständlich war. Die Gesellschaft zur Zeit des Paulus kannte Jahresverträge für Ehen und schnelle Scheidungen – nicht viel anders als heute. Und genau deshalb ist diese Ermutigung so wichtig: Liebe deinen Mann, liebe deine Kinder.

Kurt Cobain schrieb als kleiner Junge an seine Zimmerwand: "Ich hasse Mom, ich hasse Dad. Mom hasst Dad, Dad hasst Mom." Sein Leben wurde zu einem einzigen Schrei nach Liebe und Annahme, der tragisch endete. In seinem Tagebuch stand: "Nun liebt mich doch. Wir könnten es auf Probezeit versuchen, aber liebt mich doch." Was in Familien fehlt oder gelebt wird, prägt Menschen ein Leben lang.

Die Bibel zeigt in Sprüche 31 eine gottesfürchtige Frau, die voller Kraft und Lebensmut ist. Sie erweist ihrem Mann Gutes – nicht an manchen Tagen, sondern alle Tage ihres Lebens. Ihr Mann kann sich auf sie verlassen, und das macht ihn glücklich. Sie ist nicht faul, sondern arbeitet mit willigen Händen. Sie sorgt für ihre Familie, hat einen weiten Blick über den eigenen Haushalt hinaus und begegnet anderen mit Barmherzigkeit. Sie ist keusch in ihrem Auftreten, aber nicht altbacken – Purpur ist ihr Gewand. Ihre Kinder preisen sie glücklich, und ihr Mann rühmt sie.

In Epheser 5,33 wird deutlich: Die Beziehung zwischen Mann und Frau soll auf gegenseitiger Ehrerbietung und Respekt gegründet sein. Liebe soll das Fundament der Ehe sein. Doch wie sieht es wirklich aus in deiner Beziehung? Ist es Respekt oder eher ein Nebeneinander-Leben? Viele Frauen haben die Fähigkeit, nach einem Streit einfach zu schweigen – sehr lange zu schweigen. Wenn keine Vergebung ausgesprochen wird, entstehen verhärtete Herzen. Deshalb ermutigt die Schrift Frauen zur Gütigkeit, zur Initiative bei der Vergebung.

Paulus fordert in Titus 2, dass Frauen besonnen, keusch, häuslich und gütig sein sollen – nicht weil diese Werte altmodisch sind, sondern damit das Wort Gottes nicht verlästert wird. Dein Auftreten, deine Kleidung, dein Verhalten können eine Brücke für das Evangelium sein oder es aufhalten. Es geht nicht um einen starren Kleiderkodex, sondern darum, dass Menschen in dir Christus sehen können.

Mose fand durch Zippora ein Zuhause, eine Familie, einen Ort der Liebe. Gott gebrauchte ihn mächtig – aber er brauchte auch eine Frau an seiner Seite. Die Ehe ist nicht unwichtig, wie die Welt heute sagt. Sie ist gerade heute außerordentlich wichtig. Wenn in Familien keine Vergebung gelebt wird, kommen harte Herzen in die Gemeinde. Wenn zu Hause keine Liebe praktiziert wird, fehlt die Verbindlichkeit in der Gesellschaft.

Du bist als Frau eine wertvolle Person, besonders wenn du Gott fürchtest. Deine Position in Familie und Gemeinde ist bedeutsam. Vielleicht wartet heute Nachmittag eine Herausforderung auf dich – wirst du die Fähigkeit aufbringen zu vergeben oder um Vergebung zu bitten?

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