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Die mit Traenen saeen, werden mit Freuden ernten

Sonntag, 7. Oktober 2018
44 Minuten

Die mit Traenen saeen, werden mit Freuden ernten

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Du bist aus der Finsternis herausgeholt worden – durch das Blut Jesu Christi. Doch dankst du jeden Tag dafür? Der Psalm 126 spricht von denen, die mit Tränen säen und mit Freuden ernten. Diese Worte sangen die Israeliten auf ihrem Weg zum Erntedankfest nach Jerusalem, nachdem sie 70 Jahre in babylonischer Gefangenschaft verbracht hatten. Menschen wie Daniel hatten mit Tränen gesät – Tränen der Buße, der Fürbitte, des Leidens. Und eine neue Generation durfte die Frucht dieser Aussaat ernten.

Wir leben heute vom Segen, den andere vor uns ausgesät haben. Die Reformationsbewegung, Menschen wie Paul Gerhardt – sie haben nicht nur ihr eigenes Leben, sondern ganze Länder geprägt. Doch welche Saat streust du aus? Denn Gottes Wort sagt klar: Was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Durch deine Worte, deine Handlungen, dein Verhalten säst du täglich aus – ob Kritik und Unzufriedenheit oder Dankbarkeit und Freundlichkeit.

Nach 2. Petrus 1,9 bist du ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk – herausgerufen, um die Tugenden Gottes zu verkündigen. Nicht mit Millionen und Macht, sondern mit den Reichtümern Gottes sollst du in dieser finsteren Welt leben. Doch lebst du wirklich anders als die Menschen ohne Gott? Strahlst du den Frieden Gottes aus, oder bist du nur ein unzufriedener, nörgelnder Mensch, der Fehler bei anderen sucht?

Die Tränen der Aussaat beginnen mit Tränen der Buße. Wann hast du zuletzt vor Gott geweint über deine Sünde? Viele sind jahrelang Christen, kommen aber nicht weiter, weil verborgene Sünden nicht ausgeräumt wurden – Unvergebenheit, Zorn, Hass. Unser geistliches Leben beginnt mit der Erkenntnis eigener Schuld, nicht mit dem Richten anderer. Manchmal sind es auch Tränen des Leidens – durch zerbrochene Ehen, kaputte Familien, Krankheit oder Tod. Doch diese Tränen der Aussaat bringen Frucht, vielleicht erst Jahre später.

Das Danken verändert deine Gesinnung. Es richtet deinen Blick von den Tiefen des Lebens auf Gott. Psalm 103 ruft uns zu: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat." Durch Danken brichst du die Macht der Depression, der Unzufriedenheit, aller Probleme. Denn Klagen führt zu Murren, Murren zu Rebellion – und du entfernst dich von Gott. Fang an zu danken, auch in den Tränen. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.

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