Worte haben Macht – mehr Macht, als uns oft bewusst ist. Jesus macht das in Matthäus 15 deutlich: Nicht das, was in den Mund hineingeht, verunreinigt den Menschen, sondern was herauskommt. Aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch – und Jesus stellt Verleumdungen und Beleidigungen auf dieselbe Ebene wie diese schweren Sünden. Worte können wie Gift sein, sie können das Herz vergiften.
Der Apostel Jakobus widmet diesem Thema ein ganzes Kapitel. In Jakobus 3,1-12 vergleicht er die Zunge mit einem Ruder, das ein riesiges Schiff lenkt, und mit einem kleinen Feuer, das einen ganzen Wald in Brand setzen kann. Obwohl die Zunge so klein ist, hat sie gewaltigen Einfluss. Jakobus warnt besonders die Lehrer und Prediger, denn sie tragen größere Verantwortung – aber seine Botschaft gilt jedem von uns.
Jesus sagt in Matthäus 12,36-37, dass wir am Tag des Gerichts Rechenschaft ablegen müssen für jedes unnütze Wort. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt oder verdammt werden. Diese Aussage sollte uns ernst machen. Zwischen Herz und Mund besteht eine untrennbare Verbindung. In Römer 10 lesen wir: Mit dem Herzen glaubt man zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund bekennt man zur Errettung. Das gesprochene Wort bewirkt Heilung, Rettung, Veränderung.
Doch die Zunge kann kein Mensch zähmen, schreibt Jakobus. Sie ist ein unruhiges Übel, voll tödlichen Giftes. Aus demselben Mund kommen Loben und Fluchen – und das soll nicht so sein. Wenn andere über uns lästern, werden wir verletzt. Oft reagieren wir dann, indem wir selbst über andere herziehen, um unser Selbstwertgefühl zu steigern. Ein Teufelskreis.
Was können wir tun? Erstens: Sei ehrlich. Wir alle machen Fehler mit unseren Worten. Zweitens: Bitte Gott um Vergebung. Drittens: Vergib denen, die dich mit Worten verletzt haben. Du kannst nicht heil werden, wenn du diese Giftpfeile nicht herausziehst. Viertens: Empfange Heilung von Gott. Setze den negativen Botschaften über dir die gute Botschaft Gottes entgegen. Fünftens: Gib dein Herz und deine Zunge Gott hin. Völlige Hingabe ist der Schlüssel zur Befreiung.
Statt Negatives zu reden, sollst du ein Mensch sein, der Gutes und Wahres ausspricht. Sei jemand, der andere segnet und ermutigt. Setze die Macht der Zunge ein, um Menschen aufzubauen. So wie Worte im Negativen Schaden zufügen können, können sie im Positiven Menschen verändern.
