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Die Kraft eines gemeinsamen Zieles

Samstag, 16. Februar 2013
32 Minuten

Die Kraft eines gemeinsamen Zieles

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In 1. Petrus 4,7 steht eine Aussage, die uns aufrütteln sollte: "Es ist aber nahe gekommen, das Ende aller Dinge." Petrus schrieb diese Worte 64 nach Christus an verfolgte Christen unter Kaiser Nero – Menschen, die täglich mit Leid und Tod konfrontiert waren. Doch dieser Text ist nicht nur historisch relevant. Wenn du die Nachrichten verfolgst, die Naturkatastrophen, die zunehmende Christenverfolgung weltweit, dann spürst du: Diese Worte sind heute genauso aktuell wie damals.

Wir leben in einer Zeit, in der Christen fast zu einer Gegenkultur geworden sind. Während die Gesellschaft für sexuelle Freizügigkeit und Werteverfall wirbt, stehen wir für etwas anderes. Vielleicht erlebst du das nicht als offene Verfolgung, aber die Anfechtungen sind real – durch deinen Job, durch Medien, durch den alltäglichen Stress. Petrus stellt uns deshalb eine entscheidende Frage: Was sind die Fundamente deines Glaubens, wenn du angegriffen wirst?

Seine Antwort ist klar: "Seid besonnen und nüchtern zum Gebet." Die neue Genfer Übersetzung sagt es noch deutlicher: "Lasst euch durch nichts vom Beten abhalten." Gebet ist nicht abhängig von äußeren Umständen. Es ist der vornehmste Dienst, den Gott dir anvertraut hat – und gleichzeitig der meist vernachlässigte. Gebet richtet deine Gesinnung aus auf das Ziel, reinigt dich und lässt dich vor dem Herrn stehen.

Doch Petrus geht noch weiter. Er sagt: "Vor allem aber habt innige Liebe untereinander, denn die Liebe wird eine Menge von Sünden zudecken." Dieses "vor allem" ist kein Zufall. Denk an ein Hunderennen: Bevor der Startschuss fällt, kläffen die Hunde in ihren Boxen, beißen sich gegenseitig. Doch sobald sie das Ziel sehen, rennen sie Seite an Seite. Ein gemeinsames Ziel verändert alles.

Echte Liebe bedeutet nicht, perfekte Menschen zu lieben. Sie bedeutet, jemanden zu lieben, der unzulänglich ist, der dich vielleicht sogar verletzt hat. Gott hat seine Liebe zu uns bewiesen, als wir noch Sünder waren. Genau diese Liebe sollen wir weitergeben – durch Gastfreundschaft, durch gegenseitigen Dienst, durch die Gaben, die der Heilige Geist dir gegeben hat.

Die Kraft eines gemeinsamen Zieles liegt darin, dass du nicht allein läufst. Du brauchst deinen Nächsten, und dein Nächster braucht dich. Werde ein Freund, der zueinander steht, der sich gegenseitig liebt und gemeinsam auf Jesus ausgerichtet ist. Das ist es, was diese Welt auf den Kopf stellen wird.

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