Hast du dir schon einmal überlegt, wie viele Tränen durch eine einzige falsche Entscheidung vergossen werden? Auf einem Schreibtisch steht eine Box mit Taschentüchern – nicht für Erkältungen, sondern für Menschen, die weinend dasitzen, weil sie irgendwo falsch abgebogen sind. Eine falsche Eheschließung. Eine Familie, die den Gottesdienst aufgegeben hat und nun ihre Kinder verloren hat. Entscheidungen, die man tausendmal bereut.
Wir alle hoffen doch insgeheim, dass uns das nie passiert, oder? Wir wollen unsere Lebensreise so gestalten, dass wir am Ende das Ziel erreichen – die ewige Heimat. Doch auf diesem Weg begegnen uns täglich Situationen, in denen wir Entscheidungen treffen müssen. Und genau hier wird es ernst.
Schau dir Lot an in 1. Mose 13. Ein Mann, der meinte, den Volltreffer seines Lebens gemacht zu haben. Als Abraham ihm die Wahl ließ, wohin er ziehen wollte, hob Lot seine Augen auf und sah die wasserreiche Gegend am Jordan – Richtung Sodom. Fruchtbares Land, persönlicher Gewinn, Wohlstand. Wer würde da nicht zugreifen? Doch was als vielversprechender Gedanke begann, wurde zur verhängnisvollen Kette: Gedanke, Tat, Trennung, Einwurzelung, Verlust.
Lot wollte nie nach Sodom ziehen – nur in die Nähe. Aber wer an der Grenze wohnt, bleibt nicht lange dort. In 1. Mose 19 sitzt er bereits im Stadttor von Sodom. Seine Frau wird zur Salzsäule, seine Töchter übernehmen die Sitten Sodoms, und er wird zum Vater zweier heidnischer Völker statt zum Segen. Der Mann, der alles gewinnen wollte, verlor alles – einschließlich der nächsten Generation.
Währenddessen baute Abraham Altäre und blieb Gott treu. Er wurde Vater des Volkes Gottes, weil er sich nicht auf seinen Verstand verließ, sondern auf den Herrn von ganzem Herzen (Sprüche 3,5-6).
Womit beschäftigst du dich in deinen Gedanken? Denn was du heute denkst, wirst du morgen tun. Und was du morgen tust, bestimmt deine Ewigkeit.
