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Die Heiligkeit Gottes

Sonntag, 13. November 2016
57 Minuten

Die Heiligkeit Gottes

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Gott ist Licht, und in ihm ist gar keine Finsternis – diese Wahrheit aus 1. Johannes 1 beschreibt das Wesen der Heiligkeit Gottes. Seine moralische Reinheit ist so absolut, dass sie unser Begriffsvermögen übersteigt. Jeder Schatten von Sünde, jeder Hauch des Bösen ist ihm ein Gräuel. Und genau diese Heiligkeit macht Sünde zu dem, was sie wirklich ist: eine unüberwindbare Trennung zwischen Gott und Mensch.

In Jesaja 6 rufen die Seraphim einander zu: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen!" Von dieser Stimme erbebten die Pfosten der Schwellen. Als Jesaja diese Heiligkeit Gottes sah, war seine Reaktion eindeutig: "Wehe mir, ich vergehe, denn ich bin unreiner Lippen." Ähnlich erging es Johannes in der Offenbarung. Dieser Jünger, der Jesus am nächsten stand, der ihn liebte und kannte wie kaum ein anderer – er stürzte beim Anblick des verherrlichten Christus zu Boden wie ein Toter. Das war nicht irgendwer, sondern Johannes. Das zeigt uns das Ausmaß der Heiligkeit Gottes.

Doch hier offenbart sich das Wunderbare am Evangelium: Dieser unausforschlich heilige Gott ist Liebe. Er hat nicht nur Liebe, er ist Liebe. Darum hat er einen Weg gesucht, wie du trotz deiner Sünde wieder in Gemeinschaft mit ihm kommen kannst. Christus hat durch seinen Kreuzestod beide befriedigt – die Heiligkeit Gottes und die Liebe Gottes. Wer diesen Jesus aufnimmt, kommt aus der Finsternis ins Licht, aus der Trennung in die Gemeinschaft mit Gott.

Diese Heiligkeit Gottes zieht sich durch die ganze Schrift. Als Adam und Eva ein einziges Gebot übertraten, verloren sie das Paradies. Als Mose am Haderwasser den Felsen schlug statt mit ihm zu sprechen, kostete ihn das den Eintritt ins verheißene Land. Als Jesus den Tempel reinigte, tat er es mit nie dagewesener Schärfe – weil das Haus Gottes seinen gottgewollten Charakter verloren hatte.

Was bedeutet das praktisch für dich? Die Heiligkeit Gottes ruft dich zur Buße, zur Bekehrung zu Jesus Christus. Sie lehrt dich, dich sorgfältig zu hüten vor jeder Form der Sünde. Josef verstand das, als er lieber ins Gefängnis ging, als gegen den heiligen Gott zu sündigen. Petrus schreibt: "Wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, so sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel." Das geht tief – in deine Gedankenwelt, deine Motive, deine Lebensführung.

Die Heiligkeit Gottes gibt dir auch Ehrfurcht vor seinem Wort und seinem Haus. Kornelius sagte: "Wir sind gegenwärtig vor Gott, um alles zu hören, was dir von Gott aufgetragen ist." Kommst du auch so ins Haus Gottes? Und wenn Gott sagt "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht von mir stoßen" oder "Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes", dann steht er mit seiner ganzen Heiligkeit hinter diesem Wort. Eine größere Sicherheit kann es nicht geben.

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