Paulus, der ehemalige Verfolger der Gemeinde, wurde von Gott auserwählt, um eines der größten Geheimnisse der Menschheit zu verkünden. In Epheser 3 schreibt er, dass ihm durch Offenbarung das Geheimnis kundgemacht wurde – ein Geheimnis, das in früheren Zeiten verborgen war: Dass die Heiden Miterben sind, zum Leib Christi gehören und Mitgenossen der Verheißung sind durch das Evangelium. Anders als der IKEA-Gründer, der sich bei einer Weihnachtsfeier verplappert und versehentlich Firmengeheimnisse preisgegeben hat, behält Gott sein Geheimnis nicht für sich. Er möchte, dass alle davon erfahren. Die Gemeinde ist dieses Geheimnis – und Gott will, dass die ganze Welt davon hört.
Überleg einmal: Wenn du nie von Jesus Christus gehört hättest, wo wärst du heute? Welchen Göttern würdest du dienen? Die Germanen beteten ihre selbstgemachten Götzen an, andere Völker die Götter ihrer Ahnen. Aber Gott hat dich in seine große Familie gerufen – zur universalen Gemeinde, die alle Gläubigen vom Pfingstfest bis zur Entrückung umfasst. Du gehörst nicht nur zu deiner lokalen Gemeinde vor Ort, sondern zur weltweiten Familie Gottes aus allen Nationen und Völkern.
Gott liebt seine Gemeinde so sehr, dass er sie in Epheser 5,25 mit einer Braut vergleicht: "Christus hat die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie dahingegeben." Von Ewigkeit her hat er sie geplant, aus Liebe erfunden und an Pfingsten ins Leben gerufen. In Matthäus 16,18 sagt Jesus zu Petrus: "Ich will meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen." Gott sagt "Ich will" – was ist deine Antwort?
Das Gemeindezeitalter ist Gottes Programm für diese Zeit. Jesus ist noch nicht als Richter wiedergekommen, weil er Geduld hat und möchte, dass noch mehr Menschen zur Buße finden (2. Petrus 3,9). In Kenia zeigt sich diese Realität konkret: 22 Witwen haben durch eine christliche Schule mit 52 Kindern erstmals Kontakt zur Gemeinde gefunden – Frauen, die sonst in verzweifelter Armut leben würden. Das ist der Gott wohlgefällige Gottesdienst aus Jakobus: Witwen und Waisen zu unterstützen.
Die erste Gemeinde in Apostelgeschichte 2 zeigt uns, wie Gemeinde funktioniert. 3000 Menschen kamen an einem Tag zum Glauben. Sie blieben beständig in der Lehre der Apostel, in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet. Sie verkauften ihre Güter und teilten aus, je nachdem jemand Not hatte. Sie kamen nicht zur Gemeinde, um etwas zu bekommen, sondern weil sie von Gott etwas empfangen hatten. Ihre Leidenschaft für Jesus war so groß, dass sie alles gaben für den Gemeindebau.
Du bist wie ein Stein in diesem Gebäude. Wenn einzelne Steine fehlen, entstehen Risse. Jedes Gemeindeglied ist wichtig. Du repräsentierst überall, wo du hinkommst, die Familie Gottes – sei der beste Werbeträger für seine Gemeinde.
