GGPF Logo

Die Frucht des Geistes

Sonntag, 24. September 2017
37 Minuten

Die Frucht des Geistes

0:0036:59

Im Galaterbrief listet Paulus die Frucht des Geistes auf: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Diese Früchte sollen aus deinem Leben als Christ ganz natürlich hervorkommen – so wie ein gesunder Apfelbaum automatisch gute Äpfel trägt, wenn er in guter Erde steht und vom Gärtner gepflegt wird.

Die Galater waren eine bunte Gemeinde: Juden, die Jesus als Messias erkannt hatten, und Heiden, die von Götzendienst und Sünde zum Glauben gekommen waren. Beide Gruppen brachten alte Gewohnheiten mit. Paulus erinnert sie daran, dass sie ihr altes Fleisch – Zorn, Selbstsucht, Unreinheit – mit Christus gekreuzigt haben. Doch das alte Fleisch will immer wieder zurück. Satan versucht dir das alte Leben schön zu malen: "Mach doch wieder, was dir früher Freude gemacht hat."

Wie bringst du diese gute Frucht hervor? Es beginnt nicht damit, dass du anderen Menschen etwas gibst. Es beginnt damit, dass du zu Gott kommst – dem Geber und Bewirker dieser Frucht. Wenn du Liebe in deinem Leben haben willst, musst du zum Liebesgeber kommen. Knie dich vor deinem Schöpfer nieder, bete ihn an, gib ihm die Ehre. Sag ihm: "Herr, ich hab dich lieb, weil du mich erlöst hast." Dann wird er sich zu dir herunterneigen und dich mit Liebe erfüllen.

Diese Frucht ist keine Sammlung einzelner Eigenschaften – nicht der eine bringt Liebe, der andere Geduld. Nein, alle diese Früchte gehören zusammen als eine Frucht. Wenn jemand Liebe und Freude hat, aber mit der Zunge nicht umgehen kann, ist geistlich noch nicht alles klar. Da muss etwas zum Herrn gebracht werden.

Es sind Tugenden Gottes, in denen du dich üben musst. Sie werden dir nicht im Schlaf geschenkt. Es braucht Disziplin: regelmäßige Gebetszeit, Bibellesezeit, stille Zeit. Wenn du sanftmütig sein willst, gibt Gott dir Übungsmöglichkeiten – oft unpassend, wenn du sie gar nicht willst. Aber er steht dir bei. Du musst nicht sündigen. Du hast die Kraft des Heiligen Geistes bekommen, um Sünde zu überwinden.

Mit Liebe fängt alles an. Wo die Liebe zu Gott verloren gegangen ist, geht automatisch alles andere mit verloren. Manche Ehe leidet, weil es keine Liebe mehr gibt – keine Kommunikation, keine Einheit, nur Nebeneinanderleben. Die Lösung? Aufeinander zugehen, sich demütigen, um Vergebung bitten.

Bleib täglich bei Jesus dran. Wandelst du einen Tag nicht im Geist mit Gott, entfernst du dich von ihm. Das ist die Zelle einer gesunden Gemeinde: Menschen, die täglich zu Gott kommen, Gemeinschaft mit ihm pflegen und sagen: "Herr, ich bleibe bei dir, bis du mich segnest."

Teilen