GGPF Logo

Die Freude am Herrn aktiviert Abwehrkräfte

Freitag, 4. November 2011
55 Minuten

Die Freude am Herrn aktiviert Abwehrkräfte

0:0055:22

Gottes Wort hat die Kraft, ein ganzes Volk zu verändern. Nach 70 Jahren babylonischer Gefangenschaft kehrt ein kleiner Rest der Israeliten zurück nach Jerusalem. Die Stadtmauer ist wieder aufgebaut – doch dann geschieht etwas Außergewöhnliches: Das Volk versammelt sich wie ein Mann am Wassertor und fordert: "Esra, lies uns das Gesetz Gottes vor!"

Von morgens bis mittags steht das Volk da und hört zu. Drei Stunden lang wird vorgelesen, drei Stunden lang bekennen sie ihre Schuld. Als Esra das Buch aufschlägt, steht das ganze Volk auf – ein Zeichen tiefsten Respekts vor Gottes Wort. Sie heben ihre Hände, knien nieder, werfen sich mit dem Gesicht zur Erde. Totale Kapitulation vor Gott. Sie erkennen: Wir haben gelebt wie die heidnischen Völker um uns herum – Götzendienst, Unterdrückung, Mord. Doch jetzt wollen wir anders leben.

Das Volk beginnt zu weinen. Aber Nehemia, Esra und die Leviten sagen: "Weint nicht! Dieser Tag ist heilig. Geht, esst fette Speisen, trinkt süße Getränke und teilt mit denen, die nichts haben. Denn die Freude am Herrn ist eure Stärke!" Wo echte Umkehr geschieht, da ist Grund zum Feiern. Ein Mensch entscheidet sich, nicht mehr gegen Gott, sondern mit Gott zu leben – das ist ein Freudenfest! Diese Freude ist kein oberflächliches Gefühl. Sie ist der unfehlbare Beweis der Gegenwart Gottes. In Gottes Gegenwart zu sein bedeutet, in der Gegenwart von Gnade und Barmherzigkeit zu sein. Das Volk erfährt: Gott schlägt nicht noch einmal drauf, wenn wir zerbrochen zu ihm kommen. Er richtet uns auf.

Denk an den verlorenen Sohn aus Lukas 15. Als er noch weit entfernt war, sah ihn der Vater, lief ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Keine Anklage, kein Vorwurf – nur Liebe und Vergebung. So ist Gott. Er schaut nach dir aus. Es jammert ihn, wenn er Menschen ohne ihn leben sieht. Und wenn du zu ihm kommst, läuft er dir entgegen.

Keine Sünde ist zu groß für Gott. Dafür ist Christus gestorben. Die Frage ist: Welche Reaktion zeigst du dem Wort Gottes gegenüber? Bist du bereit, dich vor ihm zu beugen und ihm dein Leben auszuliefern?

Teilen