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Die Erwaehlten Kinder Gottes sind Erben der Herrlichkeit

Sonntag, 28. Januar 2018
50 Minuten

Die Erwaehlten Kinder Gottes sind Erben der Herrlichkeit

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Heilig, heilig, heilig ist der Herr – diese Worte erinnern an die Vision des Propheten Jesaja, der Gottes Herrlichkeit sah und vor seiner Heiligkeit auf den Boden fiel. Er dachte, er müsse vergehen. Doch Gott wollte ihn nicht vernichten, sondern in seine Herrlichkeit hineinnehmen. Genau darum geht es: Gott will uns nicht zerstören, sondern zu seiner Herrlichkeit dabeihaben.

Der Epheserbrief ist ein Brief, der uns eine klare Ausrichtung gibt. Wenn wir ihn aufmerksam lesen, müssten eigentlich alle Streitigkeiten unter Christen aufhören. Stattdessen diskutieren wir über die "richtige" Gemeinde, die "heiligere" Gemeinde, die "renovierte" Gemeinde. Für Außenstehende ist das völlig verwirrend. Dabei verändert das Evangelium Menschen von innen heraus – es macht sie liebevoll und friedfertig.

"Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn" – dieser Satz aus der Bibel zeigt uns etwas Wichtiges: Manche Dinge müssen reifen. Ein Kind muss wachsen, lernen, heranreifen. Genauso ist es mit geistlichen Wahrheiten. Vielleicht hörst du manche Dinge mehrmals in deinem Leben, aber erst wenn die Zeit erfüllt ist, macht es Klick. Gott hat seine Zeit mit dir und mir. Wir können nichts erzwingen – weder bei uns noch bei anderen.

In Epheser 1,11-14 geht es um unser Erbe in Christus. Wir sind Erben der Herrlichkeit Gottes. Aber was bedeutet das konkret? Wenn du ein Erbe bekommst, wird das in einem Testament festgelegt. Der Erblasser bestimmt, wer erbt und was er bekommt. Genau das hat Christus für uns getan – er hat ein Testament geschrieben, in dem festgelegt ist, dass wir Erben sind.

Beim Abendmahl bekräftigen wir diesen Bund jedes Mal neu. Jesus sagte: "Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut." Das ist nicht einfach nur ein Ritual. Wir bestätigen damit den Bund, den Gott mit uns geschlossen hat. Gott hat uns vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus.

Aber worin besteht dieses Erbe konkret? Viele Christen verstehen es nicht wirklich. Wir sind so gefangen in unserem irdischen Leben – Arbeit, Geld verdienen, Alltag – dass wir das himmlische Erbe aus den Augen verlieren. Paulus betet in Epheser 1,18, dass Gott uns erleuchtete Augen des Herzens gibt, damit wir erkennen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind.

Das Erbe bedeutet: Wir sind erlöst von unseren Sünden. Wir sind frei geworden. Wir sind Kinder Gottes – Teil einer Familie. Der Heilige Geist ist der Garant, das Unterpfand dieser Erlösung. Er beschenkt uns mit Gaben. Du hast sozusagen eine Kreditkarte von Gott bekommen, die gedeckt ist. Aber viele stecken diese Karte in die Tasche und vergessen, sie zu benutzen.

Dieses Erbe ist nicht erst für die Ewigkeit – es ist für jetzt, für heute. Gott hat uns als seine Kinder vorherbestimmt, zum Lob seiner Herrlichkeit. So wie du dich über dein Kind oder Enkelkind freust, so freut sich Gott über uns. Wir sind Botschafter an Christi statt. Und der Heilige Geist verbürgt sich dafür, dass wir in dieser kämpfenden Welt ein geheiligtes Leben führen können. Er ist die Garantie, die erste Anzahlung auf unser himmlisches Erbe.

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