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Die Ausgießung des Heiligen Geistes, die Verheißung des Himmlischen Vaters.

Sonntag, 9. Juni 2019
52 Minuten

Die Ausgießung des Heiligen Geistes, die Verheißung des Himmlischen Vaters.

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Die Ausgießung des Heiligen Geistes – ein Ereignis, das vor 2000 Jahren in Jerusalem stattfand und die Menschen in Staunen versetzte. Einfache Männer aus Galiläa sprachen plötzlich in Sprachen, die sie nie gelernt hatten, und priesen Gott. Was in Apostelgeschichte 2,1-13 beschrieben wird, war keine einmalige Show, sondern der Beginn von etwas, das bis heute für jeden Gläubigen verfügbar ist.

Jesus versprach seinen Jüngern in Apostelgeschichte 1,8: "Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommen wird." Diese Kraft ist nicht für Selbstdarstellung gedacht, sondern um Zeuge Jesu zu sein. Doch wie viele Christen leben heute wirklich in dieser Kraft? Statistiken zeigen, dass selbst in christlich geprägten Regionen die meisten Menschen mit Pfingsten nichts anfangen können. Noch erschreckender: Viele, die sich Christen nennen, haben nie eine echte Wiedergeburt erlebt – jenen Moment, wo du deine Sünden erkennst, Buße tust und Gott dich zu einem neuen Menschen macht.

Aber Bekehrung ist erst der Anfang. Viele bleiben dort stehen, weil der nächste Schritt zu unbequem erscheint. "Alles will ich Jesus weihen" – singen wir das wirklich ernst? Oder behalten wir unser Portemonnaie, unsere Pläne, unsere Bequemlichkeit für uns? Heiligung bedeutet, Gott alles anzuvertrauen, nicht nur das, was andere sehen können. Es bedeutet zu erkennen, dass alles, was du hast, eigentlich Gottes Eigentum ist, das dir nur anvertraut wurde.

Denk an ein Smartphone mit all seinen Funktionen – du könntest damit so viel mehr machen als nur telefonieren, aber dazu musst du die Bedienungsanleitung studieren. Genauso hat Gott dich mit geistlichen Gaben ausgestattet, aber du musst dich mit der "Gebrauchsanleitung" – dem Wort Gottes – auseinandersetzen. Die Bibel spricht von verschiedenen Geistesgaben, und nicht jeder hat dieselben. Der Fehler ist, auf andere zu schauen und zu denken, alle müssten gleich sein. Gott hat jeden einzigartig begabt für seine Rolle im Leib Christi.

Neben den Gaben gibt es die Früchte des Geistes – Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, wie Galater 5,22 aufzählt. Diese Früchte kannst du nicht künstlich erzeugen, indem du fromme Menschen imitierst. Sie wachsen, wenn du die richtigen Bedingungen schaffst: Gebet, Gottes Wort, ein Umfeld, das Wachstum ermöglicht. Ein Tomatenstrauch im Keller wird keine Früchte tragen – er braucht Sonne, Wasser, Pflege.

Vielleicht denkst du: "Ich bin noch nicht bereit für die Heiligung, ich bin noch zu schwach." Aber genau das ist eine Falle. Schiebe es nicht auf. Gott will dir jetzt ein Leben in seiner Kraft schenken. Bitte darum, vertraue ihm, sei bereit – diese drei Dinge sind entscheidend. Und dann lass die Früchte wachsen, hab Geduld mit dir selbst und dämpfe den Heiligen Geist nicht durch menschliche Satzungen.

Am Ende geht es nicht darum, wie viel du weißt oder wie oft du die Bibel gelesen hast. Gott wird dich fragen: Was hast du für deinen Nächsten getan? Die wahre Prüfung deiner Heiligung zeigt sich in deiner Liebe zu anderen – nicht im Streben nach geistlicher Höhe auf Kosten derer, die neben dir fallen.

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