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Der Weg zu Gott in 7 Schritten

Samstag, 6. Dezember 2014
42 Minuten

Der Weg zu Gott in 7 Schritten

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Gott öffnet die Türen weit auf und lädt dich ein: "Komm zu mir!" In der Wüste am Berg Sinai zeigte Gott seinem Volk Israel, das gerade aus der Sklaverei Ägyptens befreit worden war, ein faszinierendes Modell – die Stiftshütte. Dieses Heiligtum war kein zufälliges Bauwerk, sondern ein präzises Abbild dessen, was Mose auf dem Berg im himmlischen Jerusalem sehen durfte. Jedes Detail hatte Bedeutung, denn Gott sagte: "Schau zu, dass du alles so genau machst, wie ich es dir gezeigt habe" (2. Mose 25,40).

Dieses Heiligtum zeigt in sieben konkreten Schritten, wie du dich Gott nähern kannst. Der erste Schritt ist der Eingang – unverhältnismäßig groß und einladend gestaltet. Jesus sagt: "Ich bin die Tür." Doch der Weg zu Gott führt nicht einfach so weiter. Der zweite Schritt ist das Opfer am Brandopferaltar. Ohne Blut gab es keine Vergebung. Johannes der Täufer erkannte: "Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt" (Johannes 1,29). Jesus Christus ist dieses Opfer für dich.

Nach dem Opfer kommt die Reinigung am großen Waschbecken – der dritte Schritt. Die Sünde hinterlässt Spuren in deinem Gewissen, die abgewaschen werden müssen. Wie lange trägst du Bitterkeit, heimliche Sünden oder ungelöste Konflikte mit dir herum? Im Vorhof wird die Vergangenheit bewältigt.

Dann öffnet sich der Weg ins Heiligtum. Der vierte Schritt: der goldene Leuchter, der die ganze Nacht hindurch leuchtete – ein Bild für Jesus Christus, das Licht der Welt, das in dir leuchtet. Gegenüber steht der Schaubrottisch mit zwölf Broten und Wein – der fünfte Schritt. Hier bringst du nicht deine Sünden, sondern deine Gaben vor Gott: die Frucht deiner Arbeit, deine Freude, alles was dein Leben durch Gott geworden ist.

Der sechste Schritt ist der Räucheraltar – der Lobpreis Gottes. Nicht deine Probleme oder Bitten stehen hier im Vordergrund, sondern die Anbetung. Erst wenn du Gott erkannt hast, kommt diese tiefe Sehnsucht nach ihm.

Im Alten Testament war hier Schluss. Nur der Hohepriester durfte einmal im Jahr weitergehen. Doch der Hebräerbrief Kapitel 8 zeigt: Jesus Christus ist dein Hohepriester, der den Vorhang zerrissen hat. Der siebte Schritt führt dich vor die Bundeslade, in die unmittelbare Gegenwart Gottes. Was damals nur einmal im Jahr einem einzigen Menschen möglich war, darfst du heute erleben: ohne Mittler vor Gottes Angesicht treten.

Diese sieben Schritte sind keine verstaubte Geschichte, sondern zeigen dir heute noch, wie echter Gottesdienst funktioniert. Wenn du diese Grundlagen verstehst, wird Jesus in deinem Leben nicht irgendwo in einer Geschichte existieren, sondern in deinem Herzen lebendig sein.

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