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Der Glaube an Jesus Christus macht alle Dinge möglich

Sonntag, 16. August 2015
45 Minuten

Der Glaube an Jesus Christus macht alle Dinge möglich

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Jesus Christus nimmt sich unserer aussichtslosen Situationen an – das ist die zentrale Botschaft aus Markus 9. Direkt nach der Verklärung auf dem Berg, wo Petrus, Jakobus und Johannes Jesus in seiner Herrlichkeit sehen durften, kommen sie zurück ins echte Leben: Streit, Konflikte und ein verzweifelter Vater mit seinem kranken Sohn.

Dieser Vater ist ein beeindruckendes Vorbild. Sein Sohn leidet von Geburt an unter einem sprachlosen Geist – er kann nicht sprechen, hat epileptische Anfälle, wird ins Feuer und Wasser geworfen. Doch dieser Vater hat sich nach all den Jahren nicht abgefunden. Er trägt Sorge für sein Kind, gibt nicht auf und bringt seinen Sohn zu Jesus. Das ist echte Fürsorge: Nicht aufgeben, sondern die Last zu Gott bringen, auch wenn man schon viele Enttäuschungen erlebt hat.

Die Jünger konnten dem Jungen nicht helfen, obwohl Jesus ihnen in Markus 6,7 Macht über unreine Geister gegeben hatte. Als Jesus das sieht, ist er traurig: "Oh du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein?" Das ist keine Anklage, sondern eine liebevolle Ermahnung. Jesus erwartet, dass seine Nachfolger schon weiter sind im Glauben. Später, als die Jünger fragen "Warum konnten wir es nicht?", gibt Jesus eine einfache Antwort: "Diese Art kann nur durch Beten ausfahren."

Bemerkenswert ist der Dialog zwischen Jesus und dem Vater. "Wenn du etwas kannst, so erbarme dich unser", bittet der verzweifelte Mann. Jesus antwortet: "Du sagst, wenn du kannst? Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt." Daraufhin schreit der Vater: "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!" Diese ehrliche Antwort zeigt: Du darfst mit deinen Zweifeln zu Jesus kommen. Er lehnt niemanden ab, der aufrichtig um Hilfe bittet.

Jesus heilt den Jungen und gibt uns damit eine wichtige Lektion: Gott möchte, dass wir ihm alles zutrauen. Vielleicht hast du nicht dieselbe Situation wie dieser Vater, aber du hast deine eigenen Lasten. Jesus möchte, dass du sie zu ihm bringst – deine kranken Kinder, deine schwierigen Familienmitglieder, deine aussichtslosen Situationen. Das Gebet ist dein Werkzeug. Der Vorhang zum Allerheiligsten ist zerrissen, du darfst jederzeit vor Gott treten.

Warum sehen wir heute nicht die Wunder wie früher? Weil wir die Aufgaben nicht tun, die Jesus uns gibt. Christsein bedeutet nicht, in einer großen Schar mitzuschwimmen. Es bedeutet, mit Gott allein zu sein, im Gebet Kraft zu sammeln und dann den Menschen zu dienen. Jesus möchte, dass du als sein Nachfolger weiter bist im Glauben. Er zwingt dich zu nichts, aber er zeigt dir die Möglichkeit: Beten, Gemeinschaft mit ihm suchen, aus dieser Stille heraus handeln. Lass dich ermutigen, nicht im Kreisverkehr zu fahren, sondern die Lektionen zu lernen, die Gott dir gibt.

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