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Der Christ in der Anfechtung

Sonntag, 18. Oktober 2015
33 Minuten

Der Christ in der Anfechtung

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Wie kommst du zum Gottesdienst? Mit einem Herzen voller Freude oder eher bedrückt und niedergeschlagen? Diese Frage kann sich jeder schnell selbst beantworten. Auf einer Studentenkonferenz pries einmal ein junger Theologe in schwärmerischen Tönen die Seligkeit des christlichen Lebens. Da erhob sich ein alter Professor, packte einen Stuhl, stieß ihn zu Boden und rief: "Darauf kommt es gar nicht an, dass ein Christ jeden Morgen ein glückliches Herzchen hat, sondern dass wir Gottes Willen tun!"

Ist es wirklich Voraussetzung für einen echten Christen, jeden Tag ein fröhliches Herz zu haben? Auch du als Christ kennst vermutlich Tage voller Freude, aber eben auch Stunden des Schwermuts, der Orientierungslosigkeit, des Zweifels. Und genau in solchen Momenten spricht Johannes in 1. Johannes 3,19-20 etwas Entscheidendes aus: "Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind und können unser Herz vor ihm damit stillen, dass wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und alle Dinge kennt."

Was aber, wenn du gerade in der Anfechtung stehst und die geforderte Bruderliebe in deinem Herzen nicht findest? Wie sollst du zur Gewissheit kommen, dass du dennoch aus der Wahrheit bist? Der Widersacher, der Teufel, freut sich über deine Schwäche. Petrus warnt: Er geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Die Offenbarung zeigt uns, dass er die Christen Tag und Nacht vor Gott verklagt.

Doch Johannes zeigt dir einen Ausweg: Du sollst dein Herz vor Gott zum Schweigen bringen, es überreden, es überzeugen. Nicht mit deinen Gefühlen, sondern mit den Tatsachen Gottes aus seinem Wort. Johannes 1,12-13 sagt dir: Du bist Gottes Kind. Kolosser 2,13-14 versichert: Deine Schuld ist ans Kreuz geheftet. Römer 8,38-39 garantiert: Nichts kann dich von Gottes Liebe trennen. In Anfechtungen hilft nur Gottes Wort.

Der wichtigste Schritt: Komm zu Gott. Zieh dich in die Stille zurück. Gott kennt dich besser als du dich selbst. Er sieht nicht nur deine momentane Verfehlung, sondern dein ganzes Leben – wie bei Petrus, der Jesus verleugnete und dennoch zum Stärkenden der Gemeinde wurde. Gott vergisst nie, was Jesus für dich am Kreuz getan hat. Jesus selbst steht als dein Fürsprecher vor dem Vater.

Durch das Blut des Lammes überwinden wir. Auch aus der tiefsten Anfechtung darfst du gestärkt hervorgehen – ein fröhlicher Christ, der Gottes Willen tut.

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