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David - ein Mann nach dem Herzen Gottes

Samstag, 23. Februar 2013
32 Minuten

David - ein Mann nach dem Herzen Gottes

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David war 17 Jahre alt, als er die Prophetie empfing, König zu werden. Erst mit 37 Jahren – nach 20 langen Jahren – wurde diese Verheißung Wirklichkeit. In 1. Samuel 13,14 wird er bereits als "Mann nach dem Herzen Gottes" bezeichnet, obwohl er noch ein einfacher Schafhirte war. Was machte diesen jungen Mann so besonders in Gottes Augen? Es war seine Treue im Kleinen und sein Herz, das immer wieder zu Gott zurückkehrte.

Jesus sagt in Lukas 16,10: "Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu." Dieses Prinzip zieht sich durch Davids gesamtes Leben. Während seine Brüder vor Samuel standen, hütete er draußen die Schafe – scheinbar unbedeutend, doch genau dort formte Gott seinen Charakter. Gott liebt es, Menschen zu berufen, die unauffällig sind, die nicht die besten Voraussetzungen haben, um seine Größe zu zeigen.

David durchlief sechs Entwicklungsstufen auf dem Weg zur Königswürde: In Bethlehem lernte er Treue als Hirte. In Gebea, der Residenz Sauls, wurde er Waffenträger und besiegte Goliath – nicht weil er der Stärkste war, sondern weil er bereits gelernt hatte, im Kleinen treu zu sein. Die Löwen und Bären, die er als Hirte bezwang, bereiteten ihn auf den Riesen vor. In Adullam musste er in die Wüste fliehen und lernte, auch in Verfolgung an Gott festzuhalten. In Ziklag erlebte er seinen tiefsten Punkt: Die Stadt ausgebrannt, Frauen und Kinder verschleppt, seine eigenen Männer wollten ihn steinigen. Doch genau hier lesen wir in 1. Samuel 30,6: "David stärkte sich in dem Herrn, seinem Gott." Tiefpunkte können Startpunkte sein.

In Hebron regierte er sieben Jahre über Juda – eine weitere Vorbereitung. Erst dann, in Jerusalem, erreichte er seine volle Berufung als König über ganz Israel. 20 Jahre Schulung für einen Mann, der von Anfang an ein Herz für Gott hatte.

Was zeichnete David wirklich aus? Er war nicht perfekt – denk an Bathseba. Aber er war immer bereit zurückzukommen, um Vergebung zu bitten, Gottes Angesicht zu suchen. Dein Meister ist immer da, auch wenn niemand sonst zuschaut. Die Frage ist: Bist du bereit, in den kleinen Dingen treu zu sein, die niemand sieht? Bist du bereit, Gottes langen Prozess der Charakterformung zu durchlaufen? Geistliche Reife beginnt im Alltag – auf der Arbeit, in der Schule, in der Familie. Dort, wo scheinbar niemand hinschaut, schaut Gott genau hin.

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