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Das Liebesmahl

Samstag, 16. April 2011
42 Minuten

Das Liebesmahl

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Das Passafest war der Höhepunkt des jüdischen Jahres – eine Zeit der Erinnerung an Gottes mächtige Befreiung aus Ägypten. Doch ausgerechnet während dieser heiligen Tage kreuzigten die religiösen Führer Jesus, den wahren Erlöser, auf den das ganze Fest hinwies.

Weißt du, was das Gefährliche ist? Uns kann genau dasselbe passieren. Wir wissen alles über das Abendmahl, über die Fußwaschung, über die Bedeutung von Ostern. Wir sind vielleicht sogar stolz darauf, dass wir diese Dinge praktizieren. Doch gleichzeitig schleichen sich Bitterkeit, Überheblichkeit und Verachtung in unsere Herzen ein. Wir schauen auf andere herab, denken schlecht über sie, grenzen aus – und merken gar nicht, wie wir das Wichtigste verlieren.

Hier ist das Fundament: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn sandte. Gott liebte dich, als du nicht liebenswert warst, als du weit weg von ihm warst. Und genau deshalb – hör gut zu – bist du jetzt verpflichtet, andere zu lieben. Nicht nur die, die dir sympathisch sind, sondern auch die, die du nicht verstehst. Sogar deine Feinde, wie Jesus in Matthäus 5 sagt.

Wo Liebe regiert, hat Angst keinen Platz. Du musst keine Angst haben, von deinem Bruder oder deiner Schwester verurteilt zu werden. Als Jesus beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern zusammensaß, kannte er jeden – den zweifelnden Thomas, den impulsiven Petrus, sogar Judas, der ihn verraten würde. Dennoch brach er mit allen das Brot.

Die Gabe der Liebe hat Gott jedem Christen gegeben. Du kannst sie pflegen wie eine kleine Pflanze, bis sie zu einem starken Baum wächst. Oder du lässt sie vertrocknen. Aber Vorsicht: Wenn diese Pflanze stirbt, stirbt auch deine Beziehung zum Vater. Denn wer nicht liebt, kennt Gott nicht.

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