Das Leben mit Christus und deren Auswirkungen Teil-1
Jesus Christus ist der einzige Mensch, der je behauptet hat zu sterben und wieder aufzuerstehen – und der es dann auch wirklich getan hat. Diese Tatsache ist die Grundlage unseres Glaubens, und sie sollte unser ganzes Leben prägen. In Kolosser 3,1-4 schreibt Paulus: "Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist." Tod und Auferstehung – das sind keine abstrakten theologischen Konzepte, sondern die Realität, die dein Leben verändert hat.
Die Geschichte des Journalisten Lee Strobel zeigt eindrücklich, wie überprüfbar diese Wahrheit ist. Als überzeugter Atheist machte er sich daran, das Christentum zu widerlegen, nachdem seine Frau zum Glauben gekommen war. Er reiste durchs ganze Land, befragte Experten, sammelte Fakten – und musste am Ende vor Gott niederfallen. Die Beweise waren überwältigend. Doch die eigentliche Frage ist nicht nur, ob wir an die Auferstehung glauben, sondern ob wir wirklich verstehen, was sie für uns bedeutet. In Kolosser 2,12-15 wird deutlich: Gott hat die Schuldschrift gegen uns ausgelöscht und ans Kreuz geheftet. Wir sind freigesprochen – nicht weil wir etwas vorzuweisen hätten, sondern weil Jesus für uns auf die Waage tritt.
Aber mit diesem neuen Leben kommt auch Verantwortung. Paulus fordert uns auf: "Sucht beständig das, was droben ist." Das bedeutet nicht, dass wir weltfremd werden sollen, sondern dass unsere Haltung sich grundlegend ändert. Alles, was wir tun – ob essen, trinken oder arbeiten – soll zur Ehre Gottes geschehen (1. Korinther 10,31). Geben statt nehmen, dienen statt herrschen, vergeben statt Rache – das sind die Prinzipien, die unser Leben prägen sollen.
Diese Ausrichtung beginnt in unseren Gedanken. Römer 12,2 ermahnt uns: "Passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes." Was sind deine ersten Gedanken am Morgen? Greifst du zum Handy oder zu Gottes Wort? Alles – Stolz, Eifersucht, Bitterkeit, aber auch Freude und Hoffnung – beginnt in unserem Kopf. Wenn wir uns nicht bewusst auf Christus ausrichten, werden wir von den Strömungen dieser Welt mitgerissen.
Und hier liegt eine Herausforderung für uns als Gemeinde: Wissen wir voneinander, was uns geistlich bewegt? Tauschen wir uns wirklich über unseren Glauben aus, oder bleibt es bei oberflächlichen Gesprächen? Die Aufforderung ist einfach: Frage am nächsten Sonntag jemanden, wie es ihm geistlich geht. Öffne deine Türen für Gemeinschaft. Denn Gemeinschaft braucht kein perfektes Programm – sie braucht offene Herzen.
Der Text endet mit einer wunderbaren Verheißung: "Euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. Wenn Christus offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit" (Kolosser 3,3-4). Das ist unsere sichere Hoffnung – ein baldiges Wiedersehen mit unserem Herrn. Diese Welt mag dunkel werden, aber die Gemeinde Christi hat eine Zusage: Sie wird bestehen.
