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Das Gleichnis vom reichen Bauern

Sonntag, 21. Mai 2017
28 Minuten

Das Gleichnis vom reichen Bauern

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Jesus spricht zu seinen Jüngern über die Furcht vor Gott und die Bedeutung des ewigen Lebens, als plötzlich ein Mann aus der Menge herausplatzt: "Meister, sage meinem Bruder, dass er mit mir das Erbe teile!" (Lukas 12,13). Dieser Mann war so gefangen von seinen Gedanken an das Erbe, dass er die wichtigen Worte Jesu über Leben und Ewigkeit komplett überhört hatte. Jesus weist ihn schroff ab und warnt die gesamte Menge: "Sehet zu und hütet euch vor dem Geiz, denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat" (Lukas 12,15).

Dann erzählt Jesus ein Gleichnis von einem reichen Bauern, der eine außergewöhnlich große Ernte einfährt. Dieser Mann ist fleißig und klug – er plant, seine alten Scheunen abzureißen und größere zu bauen. Nach all der harten Arbeit will er endlich ausruhen und sein Leben genießen. Die Zuhörer bewundern ihn vermutlich, vielleicht beneiden sie ihn sogar. Wer hätte nicht genauso gehandelt?

Doch dann kommt die schockierende Wende: "Du Narr, diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Und für wen wird es sein, was du bereitet hast?" (Lukas 12,20). Der Fehler des Bauern lag nicht in seinem Fleiß oder seiner Planung, sondern in seiner Haltung. Gott hatte in seinem Leben keinen Platz. Er hatte sein Herz an den Reichtum gehängt, und Habsucht ist laut Paulus nichts anderes als Götzendienst (Kolosser 3,5).

Jesus macht deutlich: "So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott" (Lukas 12,21). Unser jetziges Leben entscheidet über das Leben in der Ewigkeit. Du kannst Karriere machen und hoch angesehen sein, aber du bleibst arm, wenn du Jesus nicht persönlich kennst. "Wer den Sohn Gottes hat, der hat auch das Leben" (1. Johannes 5,12).

Der Schlüssel zum richtigen Umgang mit Besitz liegt in deiner Beziehung zu Jesus. "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen" (Matthäus 6,33). Dein Herz wird immer dort sein, wo deine Schätze sind. Die Frage ist: Bist du reich bei Gott?

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