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Das Gericht Gottes

Sonntag, 20. Oktober 2019
50 Minuten

Das Gericht Gottes

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Jesus Christus wird nicht nur als Erlöser kommen, sondern auch als Richter. In Apostelgeschichte 10,42 wird deutlich: Die Apostel hatten den klaren Auftrag, über das kommende Gericht zu predigen. Es war kein optionales Thema, sondern ein fester Bestandteil ihrer Verkündigung. Und auch du musst dich damit auseinandersetzen, denn Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem er alle Menschen richten wird.

Das Gericht Gottes ist so real wie der Tod selbst. Hebräer 9,27 sagt unmissverständlich: "Es ist den Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht." Nach dem Tod ist nicht alles vorbei – danach kommt die Rechenschaft vor Gott. Jeder Mensch trägt dieses Bewusstsein in sich, deshalb fürchten wir uns vor dem Tod. Dein Leben ist kostbar, bewahre es, denn mit deinem Leben kannst du viel erwirken für die Ewigkeit.

Doch das Gericht beginnt nicht bei den Ungläubigen, sondern am Haus Gottes – bei den Gläubigen. 1. Petrus 4,17 macht das deutlich. Wenn du an Jesus Christus glaubst, wirst du vor dem Richterstuhl Christi erscheinen. Nicht um über deine Erlösung gerichtet zu werden – die ist durch den Glauben gesichert – sondern über deine Werke, dein Handeln, dein Reden und Denken.

In 1. Korinther 3 beschreibt Paulus das Leben der Gläubigen wie einen Tempelbau. Das Fundament ist Jesus Christus. Darauf baust du mit Gold, Silber, Edelsteinen – oder mit Holz, Heu und Stroh. Gold, Silber und Edelsteine stehen für geistliche Dienste, praktische Hilfe und seelsorgerliche Arbeit, die durch Gottes Kraft und zu seiner Ehre geschehen. Holz, Heu und Stroh dagegen symbolisieren menschliche Bemühungen ohne göttliche Kraft – gut gemeint, aber ohne Ewigkeitswert.

Am Tag des Gerichts wird Feuer dein Werk prüfen. Was Bestand hat, wird belohnt. Was verbrennt, geht verloren – du selbst wirst gerettet, aber wie durchs Feuer hindurch. Römer 14 warnt eindringlich: Wie richtest du deinen Bruder? Wie verachtest du ihn? Jedes Wort über Geschwister, jeder Gedanke, jede Haltung wird offenbar werden.

Doch es gibt Hoffnung: Was du heute vor Gott bereinigst, musst du später nicht mehr verantworten. Wenn du deine Sünden bekennst, wirft Gott sie ins tiefste Meer. Er wird nicht mit der Angelrute danach suchen. Aber was du nicht bereinigen willst, wird vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden.

Deshalb: Halte fest am Glauben, ohne zu wanken. Gebt aufeinander acht, spornt euch gegenseitig an zu Liebe und guten Werken. Deine Beziehung zu Jesus Christus allein wird dich halten – nicht Traditionen, nicht Gemeinde regeln. Wirke Werke, die Ewigkeitswert haben, denn du wirst dafür Lohn empfangen.

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