Ein armer Mann aus Afrika kauft sich von seinen letzten Ersparnissen ein Schiffsticket nach Europa. Weil er denkt, er kann sich das Essen an Bord nicht leisten, packt er Essensreste ein und sitzt während der ganzen Reise in seiner Ecke, während die anderen im Speisesaal essen. Erst als sein Zimmerkollege ihn darauf anspricht und ihm sein Ticket zeigt, erkennt er: Frühstück, Mittagessen und Abendessen waren bereits im Preis inbegriffen. Die ganze Zeit hätte er das wundervolle Essen genießen können.
Diese Geschichte spiegelt unser Leben wider. Wir schauen oft nicht genau hin, welche Vorzüge wir bereits haben. Wenn du vier einfache Fragen mit Ja beantworten kannst – Hast du genug zu essen? Anständige Kleidung? Ein schützendes Zuhause? Ein zuverlässiges Transportmittel? – dann gehörst du zu den 15 Prozent reichsten Menschen der Welt. 85 Prozent haben nicht so viel.
In Römer 1,21 steht ein erschütternder Vers: Weil die Menschen Gott nicht dankten und ihm die Ehre verweigerten, wurde ihr Herz verfinstert. Undank verfinstert unseren Blick zu Gott. Unsere Gedanken produzieren unsere Taten. Mit welchen Dingen füllst du deine Gedanken? Philipper 4,8 fordert uns auf, über das nachzudenken, was wahrhaftig, ehrbar, gerecht, rein und liebenswert ist.
Dankbarkeit ist keine Gefühlsregung, sondern eine Entscheidung. Das griechische Wort für Gnade (Charis) und Dankbarkeit sind eng verbunden. Wenn du die Gnade Gottes in deinem Leben erkennst, ist die logische Folge Dankbarkeit. Eine Frau im Rollstuhl sagte: "Hinter jeder menschlichen Handreichung steht Gott und seine Gnade."
Epheser 5,18-20 zeigt: Dankbarkeit setzt Gottes Kraft frei. Wenn du erfüllt werden möchtest mit dem Geist Gottes, fange an zu danken. Schreibe diese Woche jeden Tag fünf Dinge auf, für die du dankbar bist. Schau wieder auf dein Ticket – erkenne, was Gott dir bereits geschenkt hat. Gott ist nicht interessiert daran, wie viel du für ihn tust. Er möchte einfach deinen Dank.
