Luft zum Atmen, Wasser zum Trinken, die Sonne, die uns Energie schenkt – all das nehmen wir selbstverständlich hin, bis es uns fehlt. Erst wenn wir durstig sind und kein Wasser haben, merken wir, wie lebensnotwendig es ist. Genauso verhält es sich mit dem Gebet im Leben eines Christen. Paulus schreibt im Philipperbrief, dass beständiges Beten für uns überlebenswichtig ist. Beten ist alles.
Man kann einem Kind Gottes vieles nehmen – seinen Besitz, seine Gesundheit, sogar die Bibel. Aber eines kann niemand wegnehmen: das Gebet. Keine Macht der Welt kann diese Verbindung zu Gott kappen. Doch gleichzeitig leben wir in einer Welt, in der das Gebet viel zu kurz kommt. Satan lächelt sich ins Fäustchen, wenn er sieht, wie wenig wir beten im Vergleich zur ersten Gemeinde.
In Philipper 4,6 sagt Paulus: "Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kund werden." Wir haben durch Jesus Christus Zugang zu unglaublichen Reichtümern und Schätzen, die mit Geld nicht zu bezahlen sind. Gesundheit, Kinder, inneres Glück – all das steht uns zur Verfügung, wenn wir beten.
Aber wie sollen wir beten? Paulus spricht von "Flehen" – ein Wort, das Synonyme wie anbetteln, anflehen, bitten umfasst. Es geht um eine Gebetshaltung tiefer Demut und Ergebenheit vor Gott. Jesus selbst sagt in Matthäus 7,7: "Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan." Wir müssen uns trauen, bei Gott anzuklopfen, ihn zu suchen, ihn zu bitten.
Oft sind wir an unseren Depressionen selbst schuld, weil wir uns nicht zu den Schätzen Gottes heranwagen. Wir tragen unsere Sorgen allein, statt sie im Gebet zu Gott zu bringen. Dabei verspricht er uns: Wenn schon wir als böse Menschen unseren Kindern Gutes geben, wie viel mehr wird unser Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten?
Nichts kann dich mehr verändern als das Gebet. Saulus wurde zu Paulus durch die Begegnung mit Gott. Jakob wurde verwandelt. Jesaja erkannte Gottes Heiligkeit und wurde gereinigt. Die Gemeinschaft mit Gott schenkt geistliche Haltung, innere Freude, tiefe Ruhe und Frieden.
Bring deine Sorgen heute zu Gott – mit Demut, mit Beharrlichkeit und mit Dankbarkeit. Jesus lädt dich ein: "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken." Gott will dir gut tun, dich heil machen, dich segnen. Nutze den Zugang, den du durch Jesus hast.
