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Berufen zum herrschen durch Worte

Sonntag, 22. September 2019
1 Std. 14 Min.

Berufen zum herrschen durch Worte

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Gott hat den Menschen zur Herrschaft geschaffen – nicht zur Unterdrückung anderer, sondern zur Herrschaft über das Böse durch Worte. Im Garten Eden gab Gott Adam die Freiheit, die Tierwelt zu benennen. Was der Mensch aussprach, sollte so sein und bleiben. Als Adam seine Gehilfin Eva sah, sprach er würdevoll über sie: "Das ist Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch." Er legte alle Würde in sie hinein und sagte voraus, dass ein Mann Vater und Mutter verlassen wird, um mit seiner Frau ein Fleisch zu werden. Diese Herrschaft bestand darin, mit Gott übereinzustimmen und das Gute zu fördern.

Doch durch Worte kam auch der Sündenfall. Satan missbrauchte die Schlange und säte Zweifel: "Sollte Gott wirklich gesagt haben...?" Der Mensch gab seine Herrschaft auf, indem er Satan mehr Gehör schenkte als Gott. Genau das geschieht heute noch – wenn wir auf "Ohrenbläser" hören, die Zweifel säen, statt auf Gottes Wort zu vertrauen.

Dank Jesus Christus können wir wieder in diesen Herrschaftsraum eintreten. In Markus 1,15 ruft Jesus: "Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium." Römer 5,17 verspricht, dass wir durch Jesus Christus "in der Kraft des neuen Lebens herrschen werden." Im Reich Gottes darfst du mit Gott übereinstimmen, von ihm Aufträge empfangen und durch deine Worte Schönes bauen.

Welche Sprache sprichst du? Die Sprache des Lebens ermutigt, stärkt und baut auf. Die Sprache des Todes kritisiert, zweifelt und zerstört. Gott achtet auf jedes Wort, das wir sprechen – aus jedem werden wir gerechtfertigt oder verdammt. Daniel 10,12 zeigt: "Vom ersten Tag an wurden deine Worte erhört." Psalm 8,3 sagt, dass Gott "aus dem Munde der jungen Kinder eine Macht zugerichtet hat."

Vielleicht denkst du wie Jeremia: "Ich bin zu jung, zu schwach, nicht gut genug." Doch Gottes Antwort ist klar: "Sage nicht 'ich bin zu jung', sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende" (Jeremia 1,6-7). Der Glaube geht über das hinaus, was wir sehen und verstehen. Hebräer 11,1 definiert: "Der Glaube ist eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifel an dem, was man nicht sieht."

Gott will nicht, dass du passiv bleibst oder nur Theorie kennst. Er ruft dich zur Umsetzung. Wie Hesekiel zu den toten Gebeinen sprechen sollte, damit sie lebendig werden, so will Gott durch deine Worte sein Reich bauen. Beginne heute, anders zu reden, zu denken und zu handeln. Stimme mit Gottes Wort überein – in deiner Familie, deinem Beruf, deiner Gemeinde. Herrsche über das Böse, indem du die Sprache des Lebens sprichst.

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