Gott gebrauchte fünf Frauen, um das Leben eines einzigen Kindes zu retten – Moses. Zwei Hebammen, Shifra und Pua, widersetzten sich dem Befehl des Pharao, alle neugeborenen Jungen der Israeliten zu töten. Sie fürchteten Gott mehr als den mächtigsten Mann ihrer Zeit. Dann war da Jochebed, Moses Mutter, deren Name "Jehova ist Reichtum" bedeutet. In einer Zeit, in der es unverantwortlich schien, Kinder zu bekommen, brachte sie einen Sohn zur Welt. Als sie ihn nicht länger verbergen konnte, baute sie ein Kästchen, legte ihn hinein und vertraute Gott. Die unerschrockene Miriam beobachtete mutig, was mit ihrem kleinen Bruder geschah. Und schließlich die Tochter des Pharao, die sich dem Willen ihres eigenen Vaters widersetzte und dieses Kind adoptierte.
Diese Geschichte aus 2. Mose 1-2 zeigt: Gott kann auch dich als Mutter, als Frau gebrauchen, um Leben zu schenken und zu retten. Jochebed hatte nur wenige Jahre – vermutlich drei bis fünf, während sie Mose stillte – um ihm den Glauben an den lebendigen Gott weiterzugeben. Doch diese kurze Zeit prägte ihn für sein ganzes Leben. Selbst nach 40 Jahren im Palast des Pharao, erzogen in aller Kunst der Ägypter, vergaß Mose nie, was er an der Brust seiner Mutter gelernt hatte.
In 1. Timotheus 2,15 wird die Aufgabe der Mutter beschrieben: Kinder im Glauben, in der Liebe, in der Heiligung und in der Zucht zu erziehen. Hinter jedem großen Menschen steht oft eine betende Mutter. Susanna Wesley betete zwei Stunden täglich für ihre 19 Kinder. Die Mutter von Hudson Taylor betete, ihr Sohn möge Missionar werden – und er wurde der berühmteste China-Missionar seiner Zeit.
Unsere Gesellschaft hat Mutterschaft entwertet. Kinder gelten als Last, nicht als Segen. Doch die Rolle der Mutter ist in Gottes Augen eine der wichtigsten Aufgaben. Nimm dir Zeit für deine Kinder. Verlasse dich nicht darauf, dass Staat oder Schule sie erziehen. Bete mit ihnen, lies ihnen biblische Geschichten vor, führe sie zu Jesus. Auch wenn sie später eigene Wege gehen – gib nicht auf, für sie zu beten. Was du in den ersten Jahren säst, trägt oft erst Jahrzehnte später Frucht.
