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Begegne Gott mit Ehrfurcht...

Sonntag, 11. November 2018
52 Minuten

Begegne Gott mit Ehrfurcht...

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Besinne dich, bevor du zum Tempel Gottes gehst – diese Worte aus Prediger 4,17 fordern uns heraus, innezuhalten. Es geht nicht darum, aus Gewohnheit zum Gottesdienst zu kommen oder weil es in der Familie eben so üblich ist. Die entscheidende Frage lautet: Mit welcher Einstellung begegnest du Gott? Denn als Christen sollen wir uns nicht von unseren wechselnden Gefühlen leiten lassen, sondern von unserer bewussten inneren Haltung.

Vielleicht hetzt du sonntagmorgens gestresst zur Gemeinde, streitest unterwegs noch mit der Familie und rutschst dann verspätet in die letzte Reihe. Aber hast du dir vorher Zeit genommen, für den Gottesdienst zu beten? Hast du Gott darum gebeten, dass er dir das Wort gibt, das du für die kommende Woche brauchst? Der Glaube kommt aus der Predigt – wir brauchen diesen Input, diese Kraft für den geistlichen Kampf im Alltag.

Prediger 5,1-6 macht deutlich: Denk erst nach, bevor du betest. Sei nicht voreilig, denn Gott ist im Himmel und du bist auf der Erde. Sei sparsam mit deinen Worten. Es geht um Ehrfurcht vor Gott, um besonnenes Reden und Handeln. Wenn du ein Gelübde ablegst, halte es ein. Dein Ja soll Ja sein und dein Nein soll Nein sein. Bist du zuverlässig in deinem Leben? Können sich Menschen auf dein Wort verlassen?

Die Taufe ist der nächste Schritt nach der Bekehrung – ein Bund mit Gott vor Menschen und der Himmelswelt. Wer sich nicht binden will, überträgt diese Haltung oft auch aufs Glaubensleben. Doch als getaufte Christen sind wir in den Leib Christi hineingetauft (1. Korinther 12,13). Das bedeutet auch: Wir nehmen Anteil am Mahl des Herrn. Das Abendmahl ist keine Option, sondern Quelle des Segens. Wer sich davon fernhält, schneidet sich vom Leib Christi ab. Ja, jeder soll sich selbst prüfen (1. Korinther 11,28) – aber das bedeutet nicht, wegzubleiben, sondern sich zu versöhnen und dann mit reinem Herzen zu kommen.

Auch dein äußeres Erscheinen spiegelt deine innere Einstellung wider. Wenn dein Körper der Tempel des Heiligen Geistes ist, dann hat das Konsequenzen – für deine Kleidung, deine Gesundheit, deinen Umgang mit dir selbst. Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung (Galater 5,22). Begegne Gott mit Ehrfurcht – dann gilt dir die Verheißung aus 2. Chronik 7,15: Ich werde jeden beachten, der hier zu mir betet.

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