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Aus der Trauer zur Freude

Samstag, 4. April 2015
32 Minuten

Aus der Trauer zur Freude

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Jesus Christus ist auferstanden – diese Botschaft verändert alles. Doch die Frage, die im Raum steht, ist nicht nur, ob wir das wissen, sondern: Lebt er auch in deinem Herz persönlich?

Die Geschichte eines Jungen, der sein selbstgebautes Segelschiff verlor und es später in einem Pfandhaus wiederfand, zeigt uns etwas Entscheidendes: Er kaufte es zweimal – einmal durch seine liebevolle Arbeit, ein zweites Mal durch den schmerzhaften Preis, den er dafür bezahlte. Genauso ist es mit dir und Jesus. Du gehörst ihm zweimal: einmal, weil er dich geschaffen hat, und ein zweites Mal, weil er dich durch seinen Tod und seine Auferstehung erkauft hat.

Ohne die Auferstehung wäre alles vergeblich – das macht Paulus in 1. Korinther 15 deutlich. Ohne Ostern keine Hoffnung auf Sündenvergebung, kein ewiges Leben, kein Sinn in unserem Glauben. Doch die Realität ist: Das Grab ist leer!

In Lukas 24,1-12 begegnen wir den Frauen, die früh am Morgen zum Grab kamen – voller Trauer, ohne Hoffnung. Sie hatten die wohlriechenden Öle vorbereitet, um Jesus die letzte Ehre zu erweisen. Während des gesamten Sabbats konnten sie nichts tun, mussten warten. Ihre größte Sorge war: Wie werden wir den schweren Stein wegwälzen? Doch als sie ankamen, war der Stein bereits weggerollt – durch einen Engel Gottes.

Die Botschaft der Engel durchbricht alle Naturgesetze: "Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden!" Diese Frauen, die treu geblieben waren, während die Jünger geflohen waren, wurden als Erste mit der Osterfreude belohnt. Ihre Treue über den Tod hinaus wurde gesehen.

Besonders bewegend ist die Begegnung Jesu mit den Emmausjüngern. Zwei enttäuschte Nachfolger auf dem Weg nach Hause, die hofften, Jesus würde Israel erlösen. Jesus kommt heimlich, einfühlsam in ihre Situation hinein. Er geht mit ihnen, obwohl sie ihn nicht erkennen. Er versteht ihr Problem, bevor er sie zurechtweist. Und als er das Brot bricht, gehen ihnen die Augen auf. Ihr Herz brennt plötzlich – und mitten in der Dunkelheit kehren sie sofort nach Jerusalem zurück. Keine Angst mehr, keine Menschenfurcht, nur noch Freude.

Das ist die Botschaft von Ostern: Aus Trauer wird Freude, aus Zusammenbruch wird Aufbruch. Jesus geht mit dir, auch wenn du ihn nicht spürst oder siehst. Diese Auferstehungsfreude ist nicht nur für den Sonntagmorgen gedacht – sie soll dein Glaubensfundament im Alltag festigen. Wo göttliche Allmacht ist, da ist Jesus – mitten in deiner menschlichen Ohnmacht.

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